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Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken meldet für das erste Quartal 2026 ein Plus aus dem Inland von 18 und aus dem Ausland von 14 Prozent. Die Kapazitätsauslastung liegt bei 73 Prozentpunkten.

Auftragseingang im Werkzeugmaschinenbau steigt um 15 Prozent ? während Produktion, Ausfuhren und Beschäftigung im selben Zeitraum weiter zurückgehen

Bietigheim-Bissingen, 24.08.2026 (PresseBox) - Im deutschen Werkzeugmaschinenbau laufen zwei Bewegungen gegeneinander. Laut dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken stiegen die Auftragseingänge im ersten Quartal 2026 um 15 Prozent, getragen von einem Plus von 18 Prozent aus dem Inland und 14 Prozent aus dem Ausland. Gleichzeitig sank die Produktion um elf Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Die Beschäftigung lag im März knapp neun Prozent unter dem Vorjahreswert, bei 60.600 Personen. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 23. Juni 2026.

Bestellungen von heute sind Produktion von morgen

Der scheinbare Widerspruch löst sich über die Zeitachse. Werkzeugmaschinen werden über Monate gebaut; was heute bestellt wird, erscheint erst später in der Produktionsstatistik.

Ein Auftragsplus bei fallender Produktion beschreibt deshalb keinen Bruch, sondern eine Wende, die noch nicht angekommen ist. Sichtbar wird sie zuerst an der Auslastung.

Was der Verband ausweist

Nach Angaben des Verbands ergibt sich für das erste Quartal 2026 folgendes Bild:

Die Auftragseingänge stiegen um 15 Prozent.

Aus dem Inland kam ein Plus von 18 Prozent, aus dem Ausland von 14 Prozent.

Die Produktion sank um elf Prozent auf 2,8 Milliarden Euro.

Der Inlandsabsatz ging um 13 Prozent zurück, die Ausfuhren um ein Zehntel.

Die Beschäftigung lag im März bei 60.600 Personen, knapp neun Prozent unter dem Vorjahr.

?Ein Auftragsplus von 15 Prozent bei 73 Prozent Auslastung heißt: Die Kapazität ist da, die Arbeit kommt. Genau in dieser Phase entscheidet sich, wer investiert hat?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Die Auslastung ist die eigentliche Kennzahl

Mit 73 Prozentpunkten liegt die Kapazitätsauslastung deutlich unter dem, was eine ausgelastete Fertigung ausmacht. Freie Kapazität bedeutet kurzfristig verfügbare Liefertermine.

Für Betriebe, die eine Anschaffung planen, ist das die praktisch wichtigere Information. In einer Phase mit freien Kapazitäten sind Termine und Konditionen beweglicher als in einer ausgelasteten.

Bei gebrauchten Maschinen zählt die Prüfung vor dem Kauf

Nicht jede Investition richtet sich auf neue Maschinen. Gerade in unsicheren Phasen verschiebt sich ein Teil der Nachfrage auf gebrauchte Geräte, deren Zustand sich nur durch Messung beurteilen lässt.

Der wichtigste Einzelwert ist dabei die Rundlaufgenauigkeit, denn sie begrenzt alles Weitere. Wie sich der Rundlauf einer Drehmaschine prüfen lässt, ist deshalb die erste Frage vor jedem Gebrauchtkauf.

Stabilität entscheidet über das Ergebnis

Neben der Genauigkeit steht die Masse. Schwingungen entstehen dort, wo ein Aufbau ihnen nachgibt, und sie schlagen unmittelbar auf die Oberfläche des Werkstücks durch.

Das Gewicht einer Maschine ist deshalb kein Nebenwert, sondern ein Hinweis auf ihre erreichbare Präzision.

Woran sich das laufende Jahr messen lässt

Der Verband legt seine Zahlen quartalsweise vor. Aussagekräftig wird sein, ob das Auftragsplus zwei weitere Quartale trägt.

Erst dann folgt die Produktion nach, und erst danach die Beschäftigung. Ein einzelnes gutes Quartal beschreibt eine Hoffnung, drei beschreiben eine Erholung.

Über "Provimedia GmbH":
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