Die Bundesagentur für Arbeit meldet für Ende August 32.000 gemeldete Stellen weniger als ein Jahr zuvor. Eine Betriebsumfrage des Bundesverbands Farbe Gestaltung Bautenschutz zeigt, woran die Besetzung in Kleinbetrieben scheitert.
Lackiererhandwerk und Ausbildungsjahr: Bis zum 30. September 2026 sind bundesweit noch 116.000 Lehrstellen unbesetzt, 102.000 Bewerber suchen
Bietigheim-Bissingen, 13.09.2026 (PresseBox) - Das Ausbildungsjahr läuft am 30. September 2026 aus, und der Markt ist bis dahin in Bewegung. Laut der Bundesagentur für Arbeit waren Ende August 2026 bundesweit 116.000 der gemeldeten Ausbildungsstellen unbesetzt, während 102.000 junge Menschen weder eine Stelle noch eine Alternative gefunden hatten. Veröffentlicht hat die Behörde diese Zahlen am 28. August 2026. Für Betriebe, die im Farb- und Oberflächenbereich ausbilden, entscheiden die kommenden Wochen über den Jahrgang ? und für Interessierte lohnt der Blick darauf, was die Ausbildung zum Lackierer und Folierer verlangt.
Welche Zahlen die Bundesagentur zum Ausbildungsmarkt nennt
Der Berichtsstand umfasst den Zeitraum seit Oktober 2025. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ergibt sich für Ende August 2026 folgendes Bild:
Gemeldete Ausbildungsstellen: 451.000, das sind 32.000 weniger als ein Jahr zuvor
Davon unbesetzt: 116.000
Gemeldete Bewerber seit Oktober 2025: 433.000, das sind 4.000 mehr als im Vorjahr
In eine Ausbildung eingemündet: 156.000, das sind 11.000 weniger als im Vorjahr
Noch ohne Stelle und ohne Alternative: 102.000
Auffällig ist die Richtung der beiden Hauptwerte: Das Angebot an Stellen sinkt, die Zahl der Bewerber steigt leicht. Der Rückstand bei den Einmündungen zeigt, dass beide Seiten trotzdem seltener zusammenfinden.
Wie die Betriebe im Farbhandwerk ihre Lage beschreiben
Die wirtschaftliche Grundlage für Neueinstellungen ist angespannt. Der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz ließ im März und April 2026 rund 800 Maler- und Lackiererbetriebe durch das Institut forsa befragen. Laut dieser Konjunkturbefragung rechnen 27 Prozent der Betriebe für das erste Halbjahr 2026 mit sinkenden Umsätzen, für das zweite Halbjahr sind es 29 Prozent. Positive Erwartungen äußerten für das zweite Halbjahr 2025 noch 41 Prozent, für 2026 nur noch rund 30 Prozent.
Als Ursachen nennen die Betriebe laut derselben Befragung die schwache Auftragslage bei Privatkunden mit 74 Prozent, gestiegene Arbeitskosten mit 73 Prozent und die anhaltende Teuerung mit 53 Prozent. Der Auftragsbestand liegt nach Angaben des Verbands bei rund elf Wochen und bei Kleinstbetrieben bei 9,4 Wochen. Bei Betrieben mit weniger als vier Beschäftigten machen private Auftraggeber über 71 Prozent des Kundenstamms aus.
Warum die Berufsbilder erklärungsbedürftig bleiben
Ein Beruf, den niemand beschreiben kann, wird nicht gewählt. Das Maler- und Lackiererhandwerk deckt Bautenschutz, Oberflächengestaltung, Korrosionsschutz und Industrielackierung ab, dazu Fahrzeuglackierung und Folierung. Wer nur an weiße Wände denkt, übersieht den größeren Teil des Berufsbilds und damit auch die Aufstiegswege.
Für Betriebe ist das eine Kommunikationsaufgabe im eigenen Umfeld. Eine Darstellung dazu, wofür die Farbberufe im Alltag gebraucht werden, liefert dafür die Argumente, die im Gespräch mit Eltern und Schulen tragen.
?Ein Betrieb mit drei Leuten kann keine Personalabteilung ersetzen, und genau das wird ihm abverlangt. Wer im September niemanden gefunden hat, hat meist kein Bewerberproblem, sondern ein Sichtbarkeitsproblem?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was Betriebe in den letzten Wochen des Ausbildungsjahres tun können
Die Bundesagentur weist darauf hin, dass sich Angebot und Nachfrage bis zum Stichtag noch verschieben. Nachvermittlung läuft über die Agenturen und die Kammern; ein spät gemeldeter Platz erreicht Bewerber, die bis dahin leer ausgegangen sind. Betriebe, die ihre Stelle noch nicht gemeldet haben, verschenken diesen Weg.
Wann die nächsten belastbaren Zahlen vorliegen
Die Bilanz des Ausbildungsjahres zieht die Bundesagentur für Arbeit nach dem 30. September 2026. Erst dann steht fest, wie viele der 116.000 offenen Plätze am Ende leer geblieben sind und wie viele der 102.000 Suchenden doch noch untergekommen sind.
Für das Lackiererhandwerk folgt daraus ein konkreter Arbeitsauftrag für den Herbst 2026. Betriebe prüfen die eigene Stellenmeldung, schreiben Praktikumsplätze für das kommende Frühjahr aus und weiten die Ansprache auf jene Berufsfelder aus, die außerhalb der Branche kaum bekannt sind.
Welche Zahlen die Bundesagentur zum Ausbildungsmarkt nennt
Der Berichtsstand umfasst den Zeitraum seit Oktober 2025. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ergibt sich für Ende August 2026 folgendes Bild:
Gemeldete Ausbildungsstellen: 451.000, das sind 32.000 weniger als ein Jahr zuvor
Davon unbesetzt: 116.000
Gemeldete Bewerber seit Oktober 2025: 433.000, das sind 4.000 mehr als im Vorjahr
In eine Ausbildung eingemündet: 156.000, das sind 11.000 weniger als im Vorjahr
Noch ohne Stelle und ohne Alternative: 102.000
Auffällig ist die Richtung der beiden Hauptwerte: Das Angebot an Stellen sinkt, die Zahl der Bewerber steigt leicht. Der Rückstand bei den Einmündungen zeigt, dass beide Seiten trotzdem seltener zusammenfinden.
Wie die Betriebe im Farbhandwerk ihre Lage beschreiben
Die wirtschaftliche Grundlage für Neueinstellungen ist angespannt. Der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz ließ im März und April 2026 rund 800 Maler- und Lackiererbetriebe durch das Institut forsa befragen. Laut dieser Konjunkturbefragung rechnen 27 Prozent der Betriebe für das erste Halbjahr 2026 mit sinkenden Umsätzen, für das zweite Halbjahr sind es 29 Prozent. Positive Erwartungen äußerten für das zweite Halbjahr 2025 noch 41 Prozent, für 2026 nur noch rund 30 Prozent.
Als Ursachen nennen die Betriebe laut derselben Befragung die schwache Auftragslage bei Privatkunden mit 74 Prozent, gestiegene Arbeitskosten mit 73 Prozent und die anhaltende Teuerung mit 53 Prozent. Der Auftragsbestand liegt nach Angaben des Verbands bei rund elf Wochen und bei Kleinstbetrieben bei 9,4 Wochen. Bei Betrieben mit weniger als vier Beschäftigten machen private Auftraggeber über 71 Prozent des Kundenstamms aus.
Warum die Berufsbilder erklärungsbedürftig bleiben
Ein Beruf, den niemand beschreiben kann, wird nicht gewählt. Das Maler- und Lackiererhandwerk deckt Bautenschutz, Oberflächengestaltung, Korrosionsschutz und Industrielackierung ab, dazu Fahrzeuglackierung und Folierung. Wer nur an weiße Wände denkt, übersieht den größeren Teil des Berufsbilds und damit auch die Aufstiegswege.
Für Betriebe ist das eine Kommunikationsaufgabe im eigenen Umfeld. Eine Darstellung dazu, wofür die Farbberufe im Alltag gebraucht werden, liefert dafür die Argumente, die im Gespräch mit Eltern und Schulen tragen.
?Ein Betrieb mit drei Leuten kann keine Personalabteilung ersetzen, und genau das wird ihm abverlangt. Wer im September niemanden gefunden hat, hat meist kein Bewerberproblem, sondern ein Sichtbarkeitsproblem?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was Betriebe in den letzten Wochen des Ausbildungsjahres tun können
Die Bundesagentur weist darauf hin, dass sich Angebot und Nachfrage bis zum Stichtag noch verschieben. Nachvermittlung läuft über die Agenturen und die Kammern; ein spät gemeldeter Platz erreicht Bewerber, die bis dahin leer ausgegangen sind. Betriebe, die ihre Stelle noch nicht gemeldet haben, verschenken diesen Weg.
Wann die nächsten belastbaren Zahlen vorliegen
Die Bilanz des Ausbildungsjahres zieht die Bundesagentur für Arbeit nach dem 30. September 2026. Erst dann steht fest, wie viele der 116.000 offenen Plätze am Ende leer geblieben sind und wie viele der 102.000 Suchenden doch noch untergekommen sind.
Für das Lackiererhandwerk folgt daraus ein konkreter Arbeitsauftrag für den Herbst 2026. Betriebe prüfen die eigene Stellenmeldung, schreiben Praktikumsplätze für das kommende Frühjahr aus und weiten die Ansprache auf jene Berufsfelder aus, die außerhalb der Branche kaum bekannt sind.
Über "Provimedia GmbH":
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