Mehr als die Hälfte der befragten Fachhandelspartner meldet aufgeschobene Gerätetausche, und für das Gesamtjahr erwarten Marktforscher einen zweistelligen Rückgang: Was Knappheit bei Speicherbausteinen für Ausstattung und Nutzungsdauer bedeutet
Arbeitsspeicher verteuert mobile Rechner: Vergleichbare Modelle kosten rund 20 bis 40 Prozent mehr als vor einem Jahr, der Absatz sinkt um 4,2 Prozent
Bietigheim-Bissingen, 25.09.2026 (PresseBox) - Wer im Herbst 2026 ein neues Notebook kauft, zahlt für dieselbe Ausstattung deutlich mehr als vor einem Jahr. Das Marktforschungsunternehmen Omdia hat am 9. Juli 2026 seine Auswertung für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Laut dieser Erhebung wurden weltweit 51,7 Millionen mobile Rechner ausgeliefert, 4,2 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Über vergleichbare Produktlinien hinweg liegen die Preise rund 20 bis 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Welche Bauteile den Ausschlag geben, ordnet eine Übersicht zu Leistungsklassen aktueller Notebook-Prozessoren ein.
Welche Bauteile den Preisanstieg bei mobilen Rechnern auslösen
Der Auslöser sitzt nicht im Rechenkern, sondern daneben. Nach Angaben von Omdia haben die stark gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher und Massenspeicher im ersten Quartal 2026 die Gerätepreise im zweiten Quartal spürbar nach oben gezogen. Auch weitere Bauteile wie Vielschicht-Kondensatoren und Leiterplatten verteuern sich.
Der Effekt wirkt in zwei Richtungen. Zum einen steigt der Verkaufspreis, zum anderen verengt sich das Angebot. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens International Data Corporation (IDC) sind einzelne Systemkonfigurationen wegen der Bauteilknappheit nur eingeschränkt lieferbar. Die Hersteller haben zudem Mühe, ihr vollständiges Sortiment aufrechtzuerhalten. Käufer haben ihre Anschaffungen deshalb vorgezogen.
Wie sich der Absatz in den ersten beiden Quartalen entwickelt hat
Zwei Quartale zeigen den Umschwung besonders deutlich. Die folgenden Werte stammen aus der Auswertung von Omdia zum zweiten Quartal 2026. Ergänzt sind sie um die Jahresprognose von IDC vom Juni 2026:
Im ersten Quartal 2026 wuchsen die weltweiten Auslieferungen um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im zweiten Quartal sanken sie um 3,6 Prozent auf 65,7 Millionen Geräte.
Auf mobile Rechner entfielen davon 51,7 Millionen Stück, ein Minus von 4,2 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet IDC einen Rückgang um 11,3 Prozent.
Für das vierte Quartal 2026 sagt dieselbe Prognose ein Minus von 20 Prozent voraus.
Das Wachstum zu Jahresbeginn war damit geliehen. Käufer aus Privathaushalten wie aus Unternehmen zogen ihre Anschaffungen vor, um steigenden Preisen und Lieferengpässen zuvorzukommen. Die Nachfrage fehlt nun in den folgenden Quartalen.
Warum Betriebe ihren Gerätetausch derzeit aufschieben
Im gewerblichen Umfeld schlägt die Verunsicherung bereits durch. Laut einer Befragung von Omdia unter Fachhandelspartnern aus dem Juni 2026 gab mehr als die Hälfte an, dass ihre Kunden geplante Erneuerungen der Geräteflotte bis zu einer Marktberuhigung verschieben. Weitere 6 Prozent hielten eine vollständige Absage für wahrscheinlich.
Der Aufschub trifft auf einen offenen Bedarf. Der Herstellersupport für Windows 10 ist im Oktober 2025 ausgelaufen, und ein erheblicher Teil der gewerblichen Geräteflotten wartet weiterhin auf eine Erneuerung. Verschoben wird also nicht der Bedarf, sondern nur der Kauftermin.
Was eine längere Nutzungsdauer für die Ausstattung bedeutet
Für Käuferinnen und Käufer verschiebt sich damit die Rechnung beim Zuschnitt eines Geräts. Ein knapp bemessener Arbeitsspeicher lässt sich in flachen Bauformen häufig nicht nachrüsten, weil die Bausteine fest verlötet sind. Wer ein Gerät länger behalten will, entscheidet diese Frage beim Kauf und nicht später.
Dieselbe Überlegung gilt für den Massenspeicher, dessen Preise laut Omdia in diesem Jahr voraussichtlich nicht wieder sinken. Welche Ausstattungsmerkmale im täglichen Einsatz tatsächlich zählen, beschreibt eine Übersicht zu Ausstattungsmerkmalen eines Ultrabooks im Berufsalltag.
?Bei verlöteten Bausteinen ist der Zuschnitt eines Geräts eine Entscheidung über seine Lebensdauer, nicht über den Kaufpreis. Wer heute am Speicher spart, kauft in zwei Jahren ein neues Gerät statt eines Riegels?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wann sich die Lage am Speichermarkt wieder entspannen könnte
Eine schnelle Entlastung ist nicht in Sicht. Laut der Prognose von IDC ist vor dem Ende des Jahres 2027 keine spürbare Entspannung bei der Speicherknappheit zu erwarten; für das Jahr 2026 rechnet sie mit einem Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise um 17 Prozent. Auf das Preisniveau des Jahres 2025 werde der Markt auch danach voraussichtlich nicht zurückkehren.
Omdia geht davon aus, dass sich der Anstieg der Bauteilkosten im zweiten Halbjahr 2026 deutlich abschwächt. Die Verkaufspreise geben diese Entlastung allerdings erst mit Verzögerung weiter, weil sie die Beschaffungskosten des zweiten Quartals abbilden.
Für den Herbst 2026 bleibt damit eine nüchterne Lage: Wer ohnehin tauschen muss, kauft besser mit Reserve bei Arbeitsspeicher und Massenspeicher. Wer warten kann, verschiebt in einen Markt, für den vor dem Ende des Jahres 2027 keine Entspannung angekündigt ist. Die nächsten Quartalszahlen von Omdia sind für den Oktober 2026 zu erwarten.
Welche Bauteile den Preisanstieg bei mobilen Rechnern auslösen
Der Auslöser sitzt nicht im Rechenkern, sondern daneben. Nach Angaben von Omdia haben die stark gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher und Massenspeicher im ersten Quartal 2026 die Gerätepreise im zweiten Quartal spürbar nach oben gezogen. Auch weitere Bauteile wie Vielschicht-Kondensatoren und Leiterplatten verteuern sich.
Der Effekt wirkt in zwei Richtungen. Zum einen steigt der Verkaufspreis, zum anderen verengt sich das Angebot. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens International Data Corporation (IDC) sind einzelne Systemkonfigurationen wegen der Bauteilknappheit nur eingeschränkt lieferbar. Die Hersteller haben zudem Mühe, ihr vollständiges Sortiment aufrechtzuerhalten. Käufer haben ihre Anschaffungen deshalb vorgezogen.
Wie sich der Absatz in den ersten beiden Quartalen entwickelt hat
Zwei Quartale zeigen den Umschwung besonders deutlich. Die folgenden Werte stammen aus der Auswertung von Omdia zum zweiten Quartal 2026. Ergänzt sind sie um die Jahresprognose von IDC vom Juni 2026:
Im ersten Quartal 2026 wuchsen die weltweiten Auslieferungen um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im zweiten Quartal sanken sie um 3,6 Prozent auf 65,7 Millionen Geräte.
Auf mobile Rechner entfielen davon 51,7 Millionen Stück, ein Minus von 4,2 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet IDC einen Rückgang um 11,3 Prozent.
Für das vierte Quartal 2026 sagt dieselbe Prognose ein Minus von 20 Prozent voraus.
Das Wachstum zu Jahresbeginn war damit geliehen. Käufer aus Privathaushalten wie aus Unternehmen zogen ihre Anschaffungen vor, um steigenden Preisen und Lieferengpässen zuvorzukommen. Die Nachfrage fehlt nun in den folgenden Quartalen.
Warum Betriebe ihren Gerätetausch derzeit aufschieben
Im gewerblichen Umfeld schlägt die Verunsicherung bereits durch. Laut einer Befragung von Omdia unter Fachhandelspartnern aus dem Juni 2026 gab mehr als die Hälfte an, dass ihre Kunden geplante Erneuerungen der Geräteflotte bis zu einer Marktberuhigung verschieben. Weitere 6 Prozent hielten eine vollständige Absage für wahrscheinlich.
Der Aufschub trifft auf einen offenen Bedarf. Der Herstellersupport für Windows 10 ist im Oktober 2025 ausgelaufen, und ein erheblicher Teil der gewerblichen Geräteflotten wartet weiterhin auf eine Erneuerung. Verschoben wird also nicht der Bedarf, sondern nur der Kauftermin.
Was eine längere Nutzungsdauer für die Ausstattung bedeutet
Für Käuferinnen und Käufer verschiebt sich damit die Rechnung beim Zuschnitt eines Geräts. Ein knapp bemessener Arbeitsspeicher lässt sich in flachen Bauformen häufig nicht nachrüsten, weil die Bausteine fest verlötet sind. Wer ein Gerät länger behalten will, entscheidet diese Frage beim Kauf und nicht später.
Dieselbe Überlegung gilt für den Massenspeicher, dessen Preise laut Omdia in diesem Jahr voraussichtlich nicht wieder sinken. Welche Ausstattungsmerkmale im täglichen Einsatz tatsächlich zählen, beschreibt eine Übersicht zu Ausstattungsmerkmalen eines Ultrabooks im Berufsalltag.
?Bei verlöteten Bausteinen ist der Zuschnitt eines Geräts eine Entscheidung über seine Lebensdauer, nicht über den Kaufpreis. Wer heute am Speicher spart, kauft in zwei Jahren ein neues Gerät statt eines Riegels?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wann sich die Lage am Speichermarkt wieder entspannen könnte
Eine schnelle Entlastung ist nicht in Sicht. Laut der Prognose von IDC ist vor dem Ende des Jahres 2027 keine spürbare Entspannung bei der Speicherknappheit zu erwarten; für das Jahr 2026 rechnet sie mit einem Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise um 17 Prozent. Auf das Preisniveau des Jahres 2025 werde der Markt auch danach voraussichtlich nicht zurückkehren.
Omdia geht davon aus, dass sich der Anstieg der Bauteilkosten im zweiten Halbjahr 2026 deutlich abschwächt. Die Verkaufspreise geben diese Entlastung allerdings erst mit Verzögerung weiter, weil sie die Beschaffungskosten des zweiten Quartals abbilden.
Für den Herbst 2026 bleibt damit eine nüchterne Lage: Wer ohnehin tauschen muss, kauft besser mit Reserve bei Arbeitsspeicher und Massenspeicher. Wer warten kann, verschiebt in einen Markt, für den vor dem Ende des Jahres 2027 keine Entspannung angekündigt ist. Die nächsten Quartalszahlen von Omdia sind für den Oktober 2026 zu erwarten.
Über "Provimedia GmbH":
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