Die deutschen Hersteller von Dentalprodukten melden für 2025 einen Gesamtumsatz von 6,344 Milliarden Euro. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung zählt weniger, aber teurere Versorgungen. Intraorale 3D-Scanner ersetzen dabei den Abdrucklöffel
Dentalindustrie wächst 2025 im Inland um 6 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, während die Zahl der Zahnersatz-Fälle seit 2014 um ein Fünftel sank
Bietigheim-Bissingen, 15.10.2026 (PresseBox) - Die deutsche Dentalindustrie hat 2025 im Inland deutlich zugelegt. Nach dem im Mai 2026 veröffentlichten Geschäftsbericht 2025/2026 des Verbands der Deutschen Dental-Industrie (VDDI) stieg der Inlandsumsatz um fast 6 Prozent auf 2,404 Milliarden Euro. Das Auslandsgeschäft ging um 2,2 Prozent auf 3,940 Milliarden Euro zurück. Der Gesamtumsatz der Branche wuchs damit um 0,8 Prozent auf 6,344 Milliarden Euro; Grundlage ist laut Verband eine Treuhandumfrage unter den Mitgliedsunternehmen von Januar bis März 2026. Im Oktober 2026 rüsten Zahnarztpraxen ihre Behandlungsräume weiter auf digitale Abformung um. Was ein intraoraler 3D-Scanner in der Diagnostik leistet, beschreibt das Fachportal der Provimedia GmbH in einem Beitrag über 3D-Scanner in der Zahnmedizin als Ersatz für den Abdruck.
Der VDDI vertritt mehr als 200 Hersteller dentaler und zahntechnischer Produkte in Deutschland. Die Beschäftigtenzahl der Branche lag 2025 laut Geschäftsbericht bei 20.565 im In- und Ausland, 0,9 Prozent weniger als 2024.
Wie sich der Dentalmarkt 2025 zwischen Inland und Export verteilt
Der Geschäftsbericht des VDDI trennt das Inlandsgeschäft vom Export und fragt die Mitglieder zusätzlich nach ihren Erwartungen. Fünf Umsatzwerte aus der Treuhandumfrage 2026:
Gesamtumsatz 2025: 6,344 Milliarden Euro, plus 0,8 Prozent gegenüber 2024
Inlandsumsatz: 2,404 Milliarden Euro, plus 6,0 Prozent
Export und Lieferungen aus dem Ausland: 3,940 Milliarden Euro, minus 2,2 Prozent
Erwartung für den Export 2026: 45 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden, 43 Prozent mit stabilen Absätzen
Erwartung für das Inland 2026: 46 Prozent rechnen mit steigendem, 41 Prozent mit stabilem Umsatz
Regional fiel das Exportgeschäft 2025 laut VDDI unterschiedlich aus. Für die Vereinigten Staaten und Kanada meldeten 38 Prozent der Unternehmen fallende und 29 Prozent steigende Umsätze, für Osteuropa dagegen 35 Prozent steigende und 33 Prozent fallende. Die Exportquote der Branche blieb nach Verbandsangaben bei rund 62 Prozent.
Wodurch der Bedarf an Zahnersatz seit 2014 sinkt
Auf der Abnehmerseite verändert sich die Versorgung. Das im Dezember 2025 erschienene Jahrbuch 2025 der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) weist für 2024 rund 7,67 Millionen über die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen abgerechnete Zahnersatz-Fälle aus, nach etwa 9,77 Millionen im Jahr 2014. Das ist ein Rückgang um 21,5 Prozent oder durchschnittlich 2,4 Prozent im Jahr. Die KZBV deutet den Trend als Ausdruck einer verbesserten Mundgesundheit. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Zahnersatz stiegen im selben Zeitraum von 2,88 auf 3,60 Milliarden Euro, ein Plus von 25,0 Prozent; preisbereinigt um die Grundlohnsumme ergibt sich laut Jahrbuch ein Rückgang um 6,7 Prozent. Zum Jahresende 2024 waren nach KZBV-Angaben 62.874 Vertragszahnärztinnen und -zahnärzte sowie angestellte Zahnärzte tätig, nahezu unverändert gegenüber 62.869 im Jahr 2023; 2.448 Approbationen kamen 2024 hinzu.
Weniger, aber aufwendigere Versorgungen verschieben die Nachfrage der Praxen von Verbrauchsmaterial zu Geräten, die den digitalen Arbeitsablauf von der Aufnahme bis zum Labor tragen. Wo der digitale Abdruck in der Kieferorthopädie bereits Silikonabformungen ersetzt und wie Scans in die Planung von Schienen einfließen, erläutert ein Beitrag über den Einsatz von 3D-Scannern in der Kieferorthopädie des Fachportals.
Wann die Dentalindustrie ihre Neuheiten auf der IDS 2027 zeigt
Der Innovationszyklus der Branche folgt der Messe. Die Internationale Dental-Schau (IDS) findet vom 16. bis 20. März 2027 in Köln statt; nach einer Mitteilung des VDDI vom 4. Juni 2026 hatten unmittelbar nach Öffnung der Anmeldung rund 1.000 Unternehmen aus über 50 Ländern ihre Teilnahme bestätigt und Flächen gesichert. Die vorangegangene IDS 2025 zählte laut Koelnmesse und VDDI vom 15. Januar 2026 mehr als 2.000 Aussteller aus über 60 Ländern und 135.000 Fachbesucher aus 156 Nationen. Hersteller richten ihre Produktentwicklung nach Verbandsangaben gezielt auf die Messe aus, um dort Neuheiten vorzustellen, darunter digitale Technologien und KI-gestützte Zahntechnik.
?Der Inlandsmarkt wächst, obwohl weniger Zahnersatz abgerechnet wird. Das passt nur zusammen, wenn die Praxen in Geräte investieren statt in Verbrauchsmaterial. Ein Intraoralscanner ist genau so eine Investition, und ihr Vergleich lohnt vor der Messe, nicht danach?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wohin die Erwartungen der Hersteller für 2026 zeigen
Die Stimmung in der Dentalindustrie ist vorsichtig positiv. Nach dem VDDI-Geschäftsbericht erwarten 45 Prozent der Mitgliedsunternehmen für 2026 steigende Auslandsumsätze und 46 Prozent ein Wachstum im Inland; als Belastungen nennt der Verband geopolitische Spannungen, Bürokratie und regulatorische Anforderungen an Medizinprodukte. Für die Praxen liegt der nächste Fixpunkt in Köln: Die Ausstellerliste der IDS 2027 füllt sich bis zum Frühjahr 2027; die nächste Treuhandumfrage des VDDI zu den Umsätzen 2026 folgt voraussichtlich im Mai 2027. Wer einen intraoralen Scanner anschaffen will, hat damit einen Zeitplan: die Modellgenerationen der Messe 2027 gegen die laufenden Angebote abwägen und die eigene Fallzahl an Kronen, Brücken und Schienen als Maßstab nehmen. Die KZBV veröffentlicht die Fallzahlen des Jahres 2025 in ihrem Jahrbuch 2026 zum Jahresende.
Der VDDI vertritt mehr als 200 Hersteller dentaler und zahntechnischer Produkte in Deutschland. Die Beschäftigtenzahl der Branche lag 2025 laut Geschäftsbericht bei 20.565 im In- und Ausland, 0,9 Prozent weniger als 2024.
Wie sich der Dentalmarkt 2025 zwischen Inland und Export verteilt
Der Geschäftsbericht des VDDI trennt das Inlandsgeschäft vom Export und fragt die Mitglieder zusätzlich nach ihren Erwartungen. Fünf Umsatzwerte aus der Treuhandumfrage 2026:
Gesamtumsatz 2025: 6,344 Milliarden Euro, plus 0,8 Prozent gegenüber 2024
Inlandsumsatz: 2,404 Milliarden Euro, plus 6,0 Prozent
Export und Lieferungen aus dem Ausland: 3,940 Milliarden Euro, minus 2,2 Prozent
Erwartung für den Export 2026: 45 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden, 43 Prozent mit stabilen Absätzen
Erwartung für das Inland 2026: 46 Prozent rechnen mit steigendem, 41 Prozent mit stabilem Umsatz
Regional fiel das Exportgeschäft 2025 laut VDDI unterschiedlich aus. Für die Vereinigten Staaten und Kanada meldeten 38 Prozent der Unternehmen fallende und 29 Prozent steigende Umsätze, für Osteuropa dagegen 35 Prozent steigende und 33 Prozent fallende. Die Exportquote der Branche blieb nach Verbandsangaben bei rund 62 Prozent.
Wodurch der Bedarf an Zahnersatz seit 2014 sinkt
Auf der Abnehmerseite verändert sich die Versorgung. Das im Dezember 2025 erschienene Jahrbuch 2025 der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) weist für 2024 rund 7,67 Millionen über die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen abgerechnete Zahnersatz-Fälle aus, nach etwa 9,77 Millionen im Jahr 2014. Das ist ein Rückgang um 21,5 Prozent oder durchschnittlich 2,4 Prozent im Jahr. Die KZBV deutet den Trend als Ausdruck einer verbesserten Mundgesundheit. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Zahnersatz stiegen im selben Zeitraum von 2,88 auf 3,60 Milliarden Euro, ein Plus von 25,0 Prozent; preisbereinigt um die Grundlohnsumme ergibt sich laut Jahrbuch ein Rückgang um 6,7 Prozent. Zum Jahresende 2024 waren nach KZBV-Angaben 62.874 Vertragszahnärztinnen und -zahnärzte sowie angestellte Zahnärzte tätig, nahezu unverändert gegenüber 62.869 im Jahr 2023; 2.448 Approbationen kamen 2024 hinzu.
Weniger, aber aufwendigere Versorgungen verschieben die Nachfrage der Praxen von Verbrauchsmaterial zu Geräten, die den digitalen Arbeitsablauf von der Aufnahme bis zum Labor tragen. Wo der digitale Abdruck in der Kieferorthopädie bereits Silikonabformungen ersetzt und wie Scans in die Planung von Schienen einfließen, erläutert ein Beitrag über den Einsatz von 3D-Scannern in der Kieferorthopädie des Fachportals.
Wann die Dentalindustrie ihre Neuheiten auf der IDS 2027 zeigt
Der Innovationszyklus der Branche folgt der Messe. Die Internationale Dental-Schau (IDS) findet vom 16. bis 20. März 2027 in Köln statt; nach einer Mitteilung des VDDI vom 4. Juni 2026 hatten unmittelbar nach Öffnung der Anmeldung rund 1.000 Unternehmen aus über 50 Ländern ihre Teilnahme bestätigt und Flächen gesichert. Die vorangegangene IDS 2025 zählte laut Koelnmesse und VDDI vom 15. Januar 2026 mehr als 2.000 Aussteller aus über 60 Ländern und 135.000 Fachbesucher aus 156 Nationen. Hersteller richten ihre Produktentwicklung nach Verbandsangaben gezielt auf die Messe aus, um dort Neuheiten vorzustellen, darunter digitale Technologien und KI-gestützte Zahntechnik.
?Der Inlandsmarkt wächst, obwohl weniger Zahnersatz abgerechnet wird. Das passt nur zusammen, wenn die Praxen in Geräte investieren statt in Verbrauchsmaterial. Ein Intraoralscanner ist genau so eine Investition, und ihr Vergleich lohnt vor der Messe, nicht danach?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wohin die Erwartungen der Hersteller für 2026 zeigen
Die Stimmung in der Dentalindustrie ist vorsichtig positiv. Nach dem VDDI-Geschäftsbericht erwarten 45 Prozent der Mitgliedsunternehmen für 2026 steigende Auslandsumsätze und 46 Prozent ein Wachstum im Inland; als Belastungen nennt der Verband geopolitische Spannungen, Bürokratie und regulatorische Anforderungen an Medizinprodukte. Für die Praxen liegt der nächste Fixpunkt in Köln: Die Ausstellerliste der IDS 2027 füllt sich bis zum Frühjahr 2027; die nächste Treuhandumfrage des VDDI zu den Umsätzen 2026 folgt voraussichtlich im Mai 2027. Wer einen intraoralen Scanner anschaffen will, hat damit einen Zeitplan: die Modellgenerationen der Messe 2027 gegen die laufenden Angebote abwägen und die eigene Fallzahl an Kronen, Brücken und Schienen als Maßstab nehmen. Die KZBV veröffentlicht die Fallzahlen des Jahres 2025 in ihrem Jahrbuch 2026 zum Jahresende.
Über "Provimedia GmbH":
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Suchen