Wissen entsteht dort, wo Arbeit tatsächlich stattfindet
IWiG - Was Kliniken aus Erfahrungen im Arbeitsalltag lernen können
Telgte, 16.10.2026 (PresseBox) - Ein Problem im Klinikalltag ist selten willkommen. Ein Gerät steht nicht dort, wo es gebraucht wird. Eine Information fehlt. Ein Befund kommt nicht rechtzeitig an. Eine Übergabe funktioniert nicht wie vorgesehen.
Meist zählt zunächst nur eines: Die Störung muss möglichst schnell behoben werden.
Das ist verständlich. Im laufenden Klinikbetrieb bleibt wenig Zeit, sich lange mit der Ursache eines Problems zu beschäftigen. Doch genau darin liegt eine verpasste Chance.
Denn wenn dieselbe Störung immer wieder auftritt, reicht es nicht, sie jedes Mal erneut zu lösen. Dann sollte die Organisation aus ihr lernen.
Von der schnellen Lösung zur nachhaltigen Verbesserung
Die schnelle Problemlösung bleibt im Klinikalltag unverzichtbar. Sie darf jedoch nicht zum Dauerzustand werden. Wenn Mitarbeitende immer wieder dieselben Störungen auffangen, improvisieren oder Umwege gehen müssen, lohnt sich der Blick auf den zugrunde liegenden Ablauf.
Entscheidend ist hier die Frage, was dazu geführt hat, dass dieses Problem überhaupt entstehen konnte.
Möglicherweise ist eine Information an einer Schnittstelle nicht verfügbar. Vielleicht ist eine Zuständigkeit unklar, oder ein Ablauf ist so gestaltet, dass Mitarbeitende regelmäßig improvisieren müssen.
Die Störung wird damit zum Hinweis auf eine Schwachstelle im Prozess.
Auch für die Patientensicherheit ist dieser Lernprozess relevant. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hebt 2026 die Bedeutung lernfähiger und resilienter Organisationen hervor. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft ordnet das Lernen aus kritischen Ereignissen ausdrücklich einer ?gelebten? Sicherheitskultur zu und betont die systematische Nutzung solcher Erfahrungen für Verbesserungen.
Wissen entsteht dort, wo Arbeit tatsächlich stattfindet
Der wertvollste Hinweis auf einen problematischen Ablauf kommt dabei häufig nicht aus einem Seminarraum, sondern von den Menschen, die den Prozess täglich erleben.
Pflegekräfte wissen, an welcher Stelle regelmäßig gesucht werden muss. Ärztinnen und Ärzte kennen unnötige Abstimmungen. Mitarbeitende aus Diagnostik, Therapie oder Verwaltung erleben andere Brüche im selben Ablauf.
Eine Störung allein erzeugt allerdings noch keinen Lernprozess. Erst wenn diese Erfahrungen aufgenommen, ausgewertet und für Verbesserungen genutzt werden, entsteht daraus Wissen für die Organisation.
Dazu braucht es einen systematischen Umgang mit Erfahrungen: Probleme erkennen, ihre Ursachen betrachten, Verbesserungen entwickeln, diese im Alltag erproben und anschließend prüfen, ob der Ablauf tatsächlich besser funktioniert. So kann aus einer einzelnen Erfahrung Wissen entstehen, das auch anderen zugutekommen kann.
Das verändert zugleich die Rolle der Mitarbeitenden. Sie sind nicht nur diejenigen, die vorgegebene Prozesse ausführen und auftretende Probleme lösen. Sie werden zu Beobachtern und Mitgestaltern ihrer eigenen Arbeitsabläufe.
Gerade in einer Zeit, in der Kliniken ihre Prozesse laufend an neue Anforderungen anpassen müssen, ist diese Fähigkeit entscheidend: Nicht jede Störung als Ausnahme zu behandeln, sondern sie als Lernsignal zu verstehen.
Denn Probleme wird es im Klinikalltag immer geben. Entscheidend ist, was eine Organisation daraus macht.
Eine Klinik wird besser, wenn sie aus ihren Erfahrungen schneller und systematischer lernt.
Mehr zum Kurs erfahren Sie hier.
Meist zählt zunächst nur eines: Die Störung muss möglichst schnell behoben werden.
Das ist verständlich. Im laufenden Klinikbetrieb bleibt wenig Zeit, sich lange mit der Ursache eines Problems zu beschäftigen. Doch genau darin liegt eine verpasste Chance.
Denn wenn dieselbe Störung immer wieder auftritt, reicht es nicht, sie jedes Mal erneut zu lösen. Dann sollte die Organisation aus ihr lernen.
Von der schnellen Lösung zur nachhaltigen Verbesserung
Die schnelle Problemlösung bleibt im Klinikalltag unverzichtbar. Sie darf jedoch nicht zum Dauerzustand werden. Wenn Mitarbeitende immer wieder dieselben Störungen auffangen, improvisieren oder Umwege gehen müssen, lohnt sich der Blick auf den zugrunde liegenden Ablauf.
Entscheidend ist hier die Frage, was dazu geführt hat, dass dieses Problem überhaupt entstehen konnte.
Möglicherweise ist eine Information an einer Schnittstelle nicht verfügbar. Vielleicht ist eine Zuständigkeit unklar, oder ein Ablauf ist so gestaltet, dass Mitarbeitende regelmäßig improvisieren müssen.
Die Störung wird damit zum Hinweis auf eine Schwachstelle im Prozess.
Auch für die Patientensicherheit ist dieser Lernprozess relevant. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit hebt 2026 die Bedeutung lernfähiger und resilienter Organisationen hervor. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft ordnet das Lernen aus kritischen Ereignissen ausdrücklich einer ?gelebten? Sicherheitskultur zu und betont die systematische Nutzung solcher Erfahrungen für Verbesserungen.
Wissen entsteht dort, wo Arbeit tatsächlich stattfindet
Der wertvollste Hinweis auf einen problematischen Ablauf kommt dabei häufig nicht aus einem Seminarraum, sondern von den Menschen, die den Prozess täglich erleben.
Pflegekräfte wissen, an welcher Stelle regelmäßig gesucht werden muss. Ärztinnen und Ärzte kennen unnötige Abstimmungen. Mitarbeitende aus Diagnostik, Therapie oder Verwaltung erleben andere Brüche im selben Ablauf.
Eine Störung allein erzeugt allerdings noch keinen Lernprozess. Erst wenn diese Erfahrungen aufgenommen, ausgewertet und für Verbesserungen genutzt werden, entsteht daraus Wissen für die Organisation.
Dazu braucht es einen systematischen Umgang mit Erfahrungen: Probleme erkennen, ihre Ursachen betrachten, Verbesserungen entwickeln, diese im Alltag erproben und anschließend prüfen, ob der Ablauf tatsächlich besser funktioniert. So kann aus einer einzelnen Erfahrung Wissen entstehen, das auch anderen zugutekommen kann.
Das verändert zugleich die Rolle der Mitarbeitenden. Sie sind nicht nur diejenigen, die vorgegebene Prozesse ausführen und auftretende Probleme lösen. Sie werden zu Beobachtern und Mitgestaltern ihrer eigenen Arbeitsabläufe.
Gerade in einer Zeit, in der Kliniken ihre Prozesse laufend an neue Anforderungen anpassen müssen, ist diese Fähigkeit entscheidend: Nicht jede Störung als Ausnahme zu behandeln, sondern sie als Lernsignal zu verstehen.
Denn Probleme wird es im Klinikalltag immer geben. Entscheidend ist, was eine Organisation daraus macht.
Eine Klinik wird besser, wenn sie aus ihren Erfahrungen schneller und systematischer lernt.
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Über "Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.":
Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden.
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