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Prozessorientierung in Kliniken entlastet Mitarbeitende, reduziert Verschwendung und schafft mehr Zeit für die Versorgung

IWiG ? Digitalisierung braucht zuerst klare Prozesse

Telgte, 07.05.2026 (PresseBox) - Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis ? Innovationen im klinischen Workflow-Management

Prozessoptimierung wird im Gesundheitswesen noch immer häufig mit Personalabbau gleichgesetzt. Dieses Verständnis greift zu kurz. Moderne Prozessoptimierung verfolgt ein anderes Ziel: Mitarbeitende von unnötigen Belastungen zu entlasten, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und mehr Zeit für patientennahe Kernaufgaben zu schaffen. Es geht nicht darum, weniger Menschen einzusetzen ? sondern Arbeit intelligenter zu organisieren.

Gerade in Kliniken entstehen im Alltag zahlreiche Tätigkeiten, die wenig zur eigentlichen Wertschöpfung beitragen: unnötig suchen, laufen, telefonieren, nachfragen, warten, etwas holen, doppelt machen oder korrigieren. Diese Reibungsverluste kosten Zeit, Energie und Motivation. Gleichzeitig erhöhen sie den wirtschaftlichen Druck auf Einrichtungen, die ohnehin vor Herausforderungen wie Fachkräftemangel, demografischer Wandel oder regulatorische Vorgaben stehen.

?Effektives Arbeiten? bedeutet deshalb nicht, möglichst viel zu tun. Es bedeutet, die Maßnahmen zu ergreifen, die tatsächlich Wirkung erzeugen ? für Patient:innen, Mitarbeitende und Organisationen gleichermaßen.

Hier setzt die Softwarebasierte Prozessuale Gesundheitsökonomische Analyse (SPGA) des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen an. Die Methode analysiert klinische Behandlungspfade strukturiert, ordnet Kosten den tatsächlich genutzten Aktivitäten zu und macht sichtbar, wo Ressourcen gebunden werden und wo Optimierungspotenziale liegen. Anders als pauschale Durchschnittsrechnungen betrachtet SPGA reale Prozesse, reale Zeitverbräuche und reale Ressourceneinsätze im Versorgungsalltag.

In zahlreichen nationalen und internationalen Projekten mit Kliniken wurden die ökonomischen Effekte unterschiedlicher Therapieoptionen verschiedener Krankheitsbilder untersucht. Ziel war es, Therapieentscheidungen nicht nur medizinisch, sondern auch prozessual und wirtschaftlich fundiert zu bewerten.

Das Ergebnis solcher Analysen ist weit mehr als ein Kostenbericht. Es entsteht ein klares Bild darüber, welche Prozesse tragen, welche bremsen und wo gezielte Digitalisierung sinnvoll ansetzen sollte. Denn Digitalisierung ohne Prozessverständnis automatisiert im Zweifel nur bestehende Ineffizienzen. Erst wenn Kernprozesse sauber analysiert und verbessert wurden, entfaltet Technologie ihren tatsächlichen Nutzen.

Prof. Dr. Michael Greiling, Leiter des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen, bringt diesen Ansatz auf den Punkt: ?Prozessoptimierung bedeutet nicht Einsparung um jeden Preis, sondern die Freisetzung von Zeit und Energie für die Aufgaben, die medizinisch wirklich relevant sind.?

Das ist der entscheidende Perspektivwechsel für die Zukunft des Gesundheitswesens. Kliniken benötigen keine Sparprogramme, die Mitarbeitende zusätzlich belasten. Sie benötigen Systeme, die Verschwendung reduzieren, Entscheidungen verbessern und knappe Ressourcen gezielt dort einsetzen, wo sie Nutzen stiften.

Fazit:

Prozessoptimierung ist kein Instrument des Personalabbaus, sondern ein Hebel für bessere Versorgung, höhere Effizienz und mehr Arbeitszufriedenheit. Wer Prozesse konsequent analysiert, optimiert und anschließend digitalisiert, schafft Entlastung im Alltag ? und stärkt gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität der Einrichtung. Moderne Kliniksteuerung beginnt nicht beim Stellenplan, sondern beim Workflow.

Mehr erfahren: Kostenfreie Sprechstunde

Über "Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.":
"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."

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