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SmartLivingNEXT: Datenraum verbindet Wohnen, Energie und Gesundheit

Dortmund, 21.05.2026 (PresseBox) - Materna präsentiert auf der Abschlusskonferenz zentrale Ergebnisse des Forschungsprogramms SmartLivingNEXT und lädt Unternehmen, Startups sowie die Wohnungswirtschaft ein, das Datenökosystem aktiv weiterzuentwickeln.

Wie lassen sich Wohnen, Energieversorgung und Gesundheitsdienstleistungen künftig besser miteinander verknüpfen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Abschlusskonferenz des Forschungsprogramms SmartLivingNEXT in Berlin. Die Veranstaltung zeigte, wie ein souveräner Datenraum dazu beitragen kann, bislang getrennte Branchen über sichere, standardisierte und zweckgebundene Datenflüsse miteinander zu verbinden.

Ziel von SmartLivingNEXT ist es, digitale Souveränität in Deutschland und Europa zu ermöglichen und eine Basis für souveräne KI-Services für Bewohnerinnen und Bewohner, Wohnungsunternehmen, Länder und Kommunen sowie Energieversorger, Pflegedienstleister und weitere Marktteilnehmer zu schaffen.

SmartLivingNEXT adressiert damit eine zentrale Herausforderung des Smart-Living-Marktes: Viele Daten sind in Gebäuden bereits vorhanden oder entstehen künftig durch Smart Meter, IoT-Sensorik, Smart-Home-Systeme oder digitale Assistenzlösungen. Häufig bleiben sie jedoch in einzelnen Systemen eingeschlossen. Der SmartLivingNEXT-Datenraum soll diese Datensilos überwinden, ohne Daten zentral zu sammeln oder bestehende Fachsysteme zu ersetzen. Vielmehr verbindet der Datenraum die drei Ebenen miteinander: Vom intelligenten Gebäude, das Daten sammelt, über den digitalen Betrieb, in dem diese Daten wirtschaftlich genutzt werden, bis hin zum Gebäude als Teil der Infrastruktur, das in Quartieren, Kommunen und branchenübergreifenden Infrastrukturen eingebunden ist.

?SmartLivingNEXT ist keine neue zentrale Plattform, die alle Daten an sich zieht?, sagt Filip Milojkovic, Teamleiter Data Management & AI bei Materna und Projektleiter bei SmartLivingNEXT. ?Der Datenraum schafft eine Infrastruktur, über die bestehende Systeme ihre Daten sicher, zweckgebunden und interoperabel austauschen können. Die Daten bleiben in ihrer Ursprungsumgebung, werden aber über gemeinsame semantische Konzepte nutzbar gemacht.?

Auf der Konferenz präsentierte Materna unter anderem technologische Bausteine und Demonstratoren für den Übergang von der Forschung in den Realbetrieb. Dazu zählen ein Energieeffizienzdatenportal sowie die SmartLivingNEXT-App. Das Energieeffizienzdatenportal zeigt, wie insbesondere Länder und Kommunen gesetzliche Berichtspflichten KI-gestützt erfüllen können.

Die App macht Energieverbräuche und Kosten transparenter und kann Vermieterinnen und Vermieter sowie Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern bei Energiesparen und Mieterstrommodellen unterstützen.

Weitere Anwendungsszenarien zeigen, wie breit der Datenraum gedacht ist. Präventive Risikoerkennung aus Vital- und Hausautomationsdaten, KI-basierte Schritt-für-Schritt-Handlungsempfehlungen für ungelernte Pflegekräfte oder Anreize zum Energiesparen über Live-Verbrauchsdaten sind nur einige der möglichen Anwendungen.

?Der praktische Nutzen entsteht dort, wo Daten aus unterschiedlichen Bereichen sinnvoll zusammengeführt werden?, erklärt Milojkovic. ?Energie braucht Echtzeit- und Verbrauchsdaten für effizientere Steuerung. Pflege braucht Kontextdaten, um Bedarfe früher zu erkennen. Die Wohnungswirtschaft steht häufig an der Schnittstelle, will aber nicht selbst Softwarehaus, Energieversorger oder Pflegedienstleister werden. Genau hier trennt der Datenraum die Rollen sauber und ermöglicht dennoch Zusammenarbeit.?

Für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eröffnet SmartLivingNEXT damit eine neue strategische Rolle. Wohnungsunternehmen müssen nicht selbst digitale Endservices entwickeln. Sie können jedoch Datenzugänge, Gebäudeinfrastruktur und Mieterkommunikation so bereitstellen, dass neue Dienstleistungen im Quartier entstehen. Das reicht von Energieeffizienz und Hitzeschutz über Schimmelprävention bis hin zu Assistenzservices für ältere oder pflegebedürftige Menschen.

Nach dem Ende des Forschungsprogramms soll das SmartLivingNEXT-Datenökosystem weitergeführt und für neue Teilnehmende geöffnet werden. Materna engagiert sich dafür, den Datenraum in einer Übergangsphase technisch stabil zu betreiben und ein strukturiertes Onboarding für neue Partner zu ermöglichen. Unternehmen können sich so frühzeitig auf die nächste Phase vorbereiten und eigene Anwendungsfälle einbringen.

?Jetzt kommt es darauf an, dass sich möglichst viele Akteure beteiligen?, sagt Milojkovic. ?Startups, PropTechs, Energieunternehmen, Pflegedienstleister, Kommunen und die Wohnungswirtschaft können gemeinsam Geschäftsmodelle entwickeln, die heute an proprietären Einzellösungen scheitern. Unser Aufruf lautet daher: Wer Smart Living nicht nur beobachten, sondern mitgestalten will, sollte jetzt in das Ökosystem einsteigen.?

Neue Partner können sich über smartlivingnext.de/partner-werden für den Einstieg in das SmartLivingNEXT-Datenökosystem nach Projektende registrieren..

Im Bild (v. l. n. r.) Ute Bernhardt, Leiterin des Referats Künstliche Intelligenz im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, Thomas Jarzombek, Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Michael Schidlack, Principal Researcher bei der Forschungsvereinigung Elektrotechnik beim ZVEI e. V. und Projektleitung des SmartLivingNEXT Leitprojekts, Dr. Alexandra-Gwyn Paetz, Abteilungsleiterin Technologische Souveränität & Innovation, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Matthias Szymansky, Leiter Competence Center Analytics & AI bei Materna Information & Communications SE, Filip Milojkovic, Teamleiter Data Management & AI bei Materna Information & Communications SE. © Mark Bollhorst

Über "Materna Information & Communications SE":
Die Materna-Gruppe realisiert komplexe und geschäftskritische Digitalisierungsprojekte für Konzerne, Mittelstand und öffentliche Verwaltung. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2025 einen vorläufigen Gruppenumsatz von 793 Millionen Euro und beschäftigt weltweit rund 4.500 Mitarbeitende. Mit dem Strategieprogramm Elevate richtet Materna ihre Weiterentwicklung auf nachhaltiges und profitables Wachstum aus. Im Fokus steht die verlässliche Umsetzung anspruchsvoller Vorhaben – auch in sensiblen und regulierten Umfeldern. Die Kompetenzen der Gruppe bündeln sich in vier strategischen Dimensionen: Platform-based Transformation, Human x Digital, Artificial Intelligence und Business Resilience. Als Familienunternehmen steht Materna für verantwortungsbewusstes Handeln und wirtschaftlich tragfähige Umsetzungskraft.

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