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THM-Konzept überzeugt im Professorinnenprogramm 2030

Professorinnen fördern, Strukturen verändern

Gießen, 23.06.2026 (PresseBox) - Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat mit ihrem Gleichstellungskonzept im Professorinnenprogramm 2030 des Bundes und der Länder erfolgreich gepunktet. Im der dritten und letzten Runde des Auswahlverfahrens überzeugten 44 von 51 Hochschulen das unabhängige Begutachtungsgremium: Die ausgewählten Hochschulen können nun Anträge für Anschubfinanzierungen zur Erstberufung von Wissenschaftlerinnen auf unbefristete Professuren stellen.

Für die THM ist der Erfolg Bestätigung langjähriger Arbeit. Die Hochschule setzt Gleichstellung als strategische Querschnittsaufgabe um und verankert sie in ihrem aktuellen Frauenförder- und Gleichstellungsplan. Dieser benennt die deutliche Unterrepräsentanz von Professorinnen ausdrücklich als zentrales Handlungsfeld. Dazu sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Karrierewege für Frauen erleichtern: flexible Arbeitszeitmodelle und mobile Arbeit, Unterstützung von Teilzeitbeschäftigten, eine familiengerechte Hochschulstruktur mit Kinderbetreuung und Eltern-Kind-Zimmern.

Im Fokus steht, weibliche Karrieren in der Wissenschaft zu fördern und potenzielle Kandidatinnen aktiv anzusprechen. Die THM bietet Doktorandinnen Stipendien, Zuschüsse und Laborunterstützung, begleitet Karrierewege über Scouting- und Mentoring-Strukturen und will talentierte Frauen frühzeitig von der Studienphase bis zur Professur sichtbar machen. Darum ist die Hochschule Mitglied im Verbund Mentoring Hessen, der die Karriereförderung von Frauen durch Begleitung, Beratung und Trainings systematisch bündelt. Zu den Förderlinien gehören unter anderem ProAcademia und ProProfessur; das Trainingsprogramm ist auf den Weg in die Wissenschaftslaufbahn beziehungsweise auf den Übergang in die Professur ausgerichtet.

Die THM profitiert dabei von einer breiten Gleichstellungsarchitektur: Familiengerechte Beratung, Kinderbetreuungsangebote, Unterstützung bei Pflege- und Familienaufgaben sowie Angebote für eine diverse Hochschulkultur sind im Gleichstellungsplan fest verankert. ?Wir wollen Gleichstellung systematisch in Personalgewinnung, Berufungsverfahren, Karriereentwicklung und Besetzung von Führungsfunktionen berücksichtigen?, sagt Präsident Prof. Dr. Matthias Willems und zeigte sich dankbar für den Einsatz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Elsa Roos und Tina Trede in der Hochschule wie im Auswahlverfahren für das Professorinnenprogramm 2030. Der dortige Erfolg bestätige den eingeschlagenen Weg und eröffne in Zeiten knapper Budgets zusätzliche Spielräume, um Gleichstellung weiter auszubauen und im selben Zuge die Qualität in Lehre und Forschung im Sinne der Studierenden zu sichern.

Über "Technische Hochschule Mittelhessen":
Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) ist eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland und bietet über mehr als 80 Studiengänge an 12 Fachbereichen und das duale Studienangebot von „StudiumPlus“ an. Die Hauptstandorte Friedberg, Gießen und Wetzlar liegen verkehrsgünstig in der hessischen Rhein-Main-Region. Die derzeit mehr als 15.600 Studierenden der THM profitieren von bewährten Studienbedingungen und kleinen Lerngruppen sowie von der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Unter den HAWen zeichnet sich die THM durch ihre anwendungsbezogene Forschungsstärke aus. Neben acht eigenen, interdisziplinären Kompetenzzentren besteht eine Zusammenarbeit mit den Universitäten in Gießen und Marburg, über die auch kooperative Promotionen in den Ingenieurwissenschaften möglich sind. Als erste HAW eröffnete die THM 2016 zudem ein eigenständiges Promotionszentrum und besitzt seither das Promotionsrecht für den Doktoringenieur.

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