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Paradigmenwechsel in der Supply-Chain-Optimierung

Order Picking Network ? OPN

Parkstein, 25.06.2026 (PresseBox) - WITRON rückt mit dem Order Picking Network, kurz OPN, die Logistik in eine neue Perspektive. Nicht mehr allein die Leistung der Automatisierung steht im Mittelpunkt, sondern der Gesamt-Beitrag im Zusammenspiel von Warehouse, Transport, Store und Enterprise-Ebene. Für die beiden WITRON CEOs Helmut Prieschenk und Karl Högen markiert OPN deshalb einen Paradigmenwechsel: von der klassischen Optimierung im Logistikzentrum, hin zu einer durchgängigen, datenbasierten und dynamischen Netzwerkoptimierung.

Die Intralogistik hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht und WITRON war oft der Pacemaker für Innovationen. Automatisierte Kommissionierung, hochperformante Verteilzentren und skalierbare Systemlandschaften gelten in vielen Bereichen längst als gesetzt. Doch für WITRON endet die Entwicklung nicht bei der reinen Leistungsfähigkeit einzelner Maschinen oder Standorte. OPN ist eine neue Strategie, eine neue Denke in der Philosophie von WITRON.

WITRON-CEO Prieschenk beschreibt OPN weder als singuläre Automatisierungslösung noch als reines Softwareprodukt. Für ihn ist OPN der Rahmen, in welchem die ?Kommissioniermaschine? neu definiert wird. Sie arbeitet nicht mehr als isoliertes Leistungszentrum im Warehouse, sondern als Teil eines größeren, durchgängigen Netzwerks. ?Im OPN sind quasi Teile von allem?.

Kunden verlangen den nächsten Schritt

WITRON hat diesen Weg in Etappen vorbereitet. Zunächst revolutionierte die hochautomatisierte Order Picking Machinery (OPM) die Logistik des Lebensmitteleinzelhandels. Anschließend brachte OCM (Omni Channel Machinery) die Verbindung von Store-Belieferung und Home Shopping unter ein Dach. Jetzt verlangen viele Kunden den nächsten Schritt. Die Experten in Parkstein sind sich sicher, dass die Technologie als solches in einem Warehouse nach wie vor wichtig ist, aber man müsse größer denken. Um die Maschine herum und darüber hinaus. Was passiert im Organismus des Kunden?

Mit dieser Frage beginnt OPN. WITRON verschiebt den Blick von der einzelnen Anlage auf das gesamte Wertschöpfungsgefüge. Auf der ersten Ebene steht das Verteilzentrum. Hier zählen Verfügbarkeit, Performance, saubere Projektumsetzung und technische Exzellenz. Dieses Fundament bleibt unverzichtbar. ?Das tun wir für Kunden aus dem Lebensmitteleinzelhandel in Europa, Nordamerika und Australien in über 125 Projekten und seit über 25 Jahren?. Diese operative Bilanz schafft die Glaubwürdigkeit, auf der OPN aufsetzt.

Auf der zweiten Ebene erweitert sich die Perspektive auf das Ökosystem der Supply Chain. Dann geht es horizontal vom Produzenten über den Transport sowie nationale und regionale Lager bis zur Filiale oder dem Endkunden. ?Erst hier beginnt für WITRON echtes End-to-End-Denken. Das Warehouse zählt dann nicht mehr nur als technische Einheit, sondern als Baustein eines Netzwerks, das den Gesamtnutzen erhöhen soll.?

Durchgängige siloübergreifende Netzwerklogik

Die dritte Ebene reicht noch weiter. Auf Enterprise-Level sollen alle relevanten Unternehmensbereiche in eine durchgängige Netzwerklogik eingebunden werden. Dafür werden unterschiedliche Unternehmenseinheiten ganzheitlich optimiert. So zu sagen den ?Sweetspoint ermitteln?, an dem das Gesamtsystem optimal arbeitet, ohne in einzelnen Clustern Suboptima zu erzeugen. Genau darin liegt der Kern von OPN: Nicht die isolierte Effizienz eines Bereichs zählt, sondern die Wirkung auf das gesamte Netzwerk.

Gerade diesen Sweetpoint auf Enterprise-Ebene wollen immer mehr Unternehmen aktiv adressieren. Sie sehen die Supply Chain als strategischen Hebel. ?Wenn Logistik professionell integriert und hochperformant umgesetzt wird, ist sie nicht nur eine ?Nachschubfunktion?, sondern ein Enabler, um Leistungen und Services anzubieten, die bisher noch gar nicht anzubieten waren?, erklärt CEO Karl Högen. OPN setzt genau dort an. Statt festgelegter Liefertage, definierter Verpackungslogiken und standardisierter Bestellmuster rückt eine dynamische Steuerung in den Vordergrund. Dynamisch heißt konkret: Intelligentes Handling von Store Orders. Ausbalancieren des Netzwerks über mehrere Ebenen. Differenzierte Netzwerk-Steuerung je nach Bedarf wie z. B. Durchschnittstage, Spitzentage, Wochen- oder Saison-Zyklen sowie Promotionen. End-to-End-Inventory-Management entlang der kompletten Supply Chain. Entscheidend ist dabei, dass wiederkehrende Datenmuster interaktiv und dynamisch für die Erreichung des Gesamt-Sweetpoints genutzt werden. Und entscheidend ist natürlich auch, dass Daten und Intelligenz für diese Optimierungen breitbandig und siloübergreifend genutzt werden.

Premium Store Service, Productivity, Preservation

Auffällig ist, dass Prieschenk und Högen OPN zuerst strategisch interpretieren. Für sie entscheidet das Warum. Dahinter stehen drei Leitmotive: Premium Store Service, Productivity End-to-End und Preservation. Premium Store Service richtet den Blick auf den Kunden und die Filiale. Die Ware muss in der richtigen Menge, zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Qualität dort ankommen, wo sie gebraucht wird. ?Maximaler Kunden-Service ist der mit Abstand größte Treiber unserer Kunden?, betont Högen.  Productivity End-to-End meint ausdrücklich keine lokale Optimierung. Produktivität entsteht erst im Zusammenspiel von Transport, Store und Distribution Center. Preservation ergänzt die Perspektive um Nachhaltigkeit, Ergonomie, Langlebigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. OPN soll also nicht nur filialorientiert und günstiger arbeiten, sondern robuster, nachhaltiger und zukunftsfähiger werden.

Auf technischer Ebene gehören dazu je nach Anwendung Design, Beratung, Moderation, Software-Tools, Algorithmen, Datenintegration und Simulationslogiken. Entscheidend ist, dass die bestehende Maschine in einem Organismus so ?aufblüht?, dass die gesamte Enterprise profitiert.

Fundierte Expertise auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung

Dabei grenzt sich WITRON klar von klassischer Beratung ab. Das Unternehmen plant Logistik, integriert Systeme, ist für deren Service / Wartung verantwortlich und betreibt Anlagen. Genau daraus leitet sich der Unterschied ab. ?OPN ist kein theoretischer Ansatz, sondern basiert auf jahrzehntelangen Erfahrungswerten und der Nähe zum operativen Alltag des Handels?, hebt Prieschenk hervor.

Aus dieser Position zeigt sich ein zentrales Differenzierungsmerkmal. Erstens kommt OPN aus der operativen Realität. Zweitens sitzt das Unternehmen dort, wo es um Daten, Schnittstellen und Materialfluss geht, ?direkt am Nerv?. Drittens verbindet WITRON physische Plattformkompetenz und digitale Intelligenz. OPN vereint Mechanik, Sensorik, Aktorik, Daten, analytische Verfahren und Integration. Viertens stellt der Ansatz den konkreten Kundennutzen über jeden Technologietrend. Für die beiden Geschäftsführer zählt am Ende nur eine Frage: Haben die WITRON-Kunden damit einen Wettbewerbsvorteil ? können sich unsere Kunden dadurch differenzieren?

Im Alltag setzt OPN deshalb bei den Schnittstellen an. WITRON analysiert die Infrastruktur des Kunden, seine Installed Base, Logistikzentren, Stores, Transportwege und Wirkungszusammenhänge. Daraus entsteht eine ?Heatmap? des Netzwerks. Erst dann lässt sich beantworten, wo Optimierung wirklich Nutzen stiftet ? für den Store, für den CFO und für das Unternehmen insgesamt. Der Ansatz macht Wirkungsgefüge sichtbar und leitet daraus technische, organisatorische und datenbasierte Hebel ab.

Spannend wird der Gedanke bei der Skalierung. WITRON denkt OPN nicht nur innerhalb eines Kundenunternehmens. Ein Kunde mit mehreren Verteilzentren bildet bereits sein eigenes Kunden-OPN. Darüber hinaus können diese kundenspezifischen Netzwerke in ein größeres Lernsystem einfließen. Kundenspezifische Daten und Wettbewerbsvorteile werden dabei strikt getrennt. Doch überall dort, wo sich Muster generalisieren lassen, wächst der Nutzen. Wenn sich etwa Verpackung, Kodierung oder Maschinenparameter bei ähnlichen Produkten in mehreren Ländern oder Kundenumfeldern gleichen, muss WITRON dieselbe Optimierungsarbeit nicht mehrfach leisten. So lernt OPN mit jedem Piloten und jedem validierten Muster dazu.

OPN als Enabler

Trotzdem bleibt die Mechanik wichtig. ?Du brauchst natürlich schon immer einen funktionierenden Maschinenraum, weil sonst das Schiff nicht vorwärts kommt?, lacht Prieschenk. Die physische Plattform bleibt also Voraussetzung. Sie muss zuverlässig laufen, nachhaltig arbeiten und belastbar performen. Doch sie allein reicht nicht mehr als Differenzierungsfaktor. Kunden setzen heute voraus, dass die Maschine läuft. Jetzt wollen sie wissen, wie sie mit diesem Maschinenraum auf Enterprise-Ebene noch schneller und noch intelligenter und in Summe noch wirtschaftlicher arbeiten können.

Dazu gehört implizit auch Forecasting. Sobald Store Orders, Liefermuster, Lagerkapazitäten und Netzwerkdaten zusammenlaufen, blickt OPN nicht mehr nur auf den Ist-Zustand. Historische Verläufe, saisonale Peaks, Aktionsmuster und regionale Unterschiede lassen sich als Zeitreihen auswerten und in vorausschauende Steuerungslogiken übersetzen.

Erste Unternehmen in Australien, Europa und Nordamerika gehen den Weg schon mit. ?Dort wollen Pilotkunden schnell verstehen, wo Potenziale liegen und an welchen Stellschrauben sie zuerst drehen können?, zeigt sich Karl Högen erfreut.

Einen Podcast zum Interview finden Sie hier:

OPN - Paradigmenwechsel in der Supply-Chain-Optimierung

Über "WITRON Logistik + Informatik GmbH & Co.KG":
Die WITRON Logistik + Informatik GmbH plant und realisiert innovative Logistik- und Materialflussanlagen mit zukunftsweisenden ergonomischen Arbeitsplätzen und -Prozessen, welche für den Kunden nachhaltige Wettbewerbsvorteile generieren. Dabei hält WITRON die entscheidenden Schlüsselelemente der Projekte in der Hand: die Logistik-Planung, die Informations- und Steuerungstechnik, die Mechanik-Konstruktion und Mechanik-Fertigung sowie die Funktionsverantwortung als Logistikgeneralunternehmer.

Aus der Realisierungserfahrung von über 2000 Logistikprojekten legt WITRON schon in der Konzeptfindungsphase den Grundstein für den entscheidenden Vorsprung. Ein weiterer wichtiger Faktor für eine langfristige und vertrauensvolle Kundenbindung sind individuelle Service- und Betreibermodelle. Diese sind exakt auf die Anforderungen der WITRON-Kunden abgestimmt. Darüber hinaus ist die vollumfängliche Abdeckung des kompletten Projekt-Regelkreises die bestmögliche Basis für die permanente Weiterentwicklung von bestehenden Logistikmodulen sowie für Neuentwicklungen, ausgerichtet am Marktbedarf.

Zahlreiche Top-Unternehmen aus Handel und Industrie, in Europa und in Nordamerika, betreiben bereits seit Jahren ihre Distributionszentren erfolgreich mit WITRON-Lösungen und setzen auch zukünftig auf die gemeinsame Partnerschaft. Ein Bestandskundenanteil von 80% - also Kunden, die bereits zwei oder mehr Logistikanlagen von WITRON beauftragt haben - ist eine deutliche Aussage über die Zufriedenheit der Kunden mit WITRON.

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