Die achte Erhebungswelle der Längsschnittstudie befragte 1.005 Familien mit Zehn- bis Siebzehnjährigen und liefert Eltern, Kitas und Grundschulen Vergleichszahlen zu Videoplattformen, sozialen Netzwerken und digitalen Spielen
Bildschirmzeit von Kindern: DAK-Mediensuchtstudie meldet für Herbst 2025 einen Anstieg der riskanten Online-Video-Nutzung um knapp 60 Prozent
Bietigheim-Bissingen, 29.08.2026 (PresseBox) - Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland nutzt Online-Videos in einem Ausmaß, das Fachleute als riskant einstufen. Das zeigt der Ergebnisbericht der Mediensuchtstudie, den die Krankenkasse DAK-Gesundheit (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) am 24. März 2026 gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf vorgelegt hat. Befragt wurden zwischen dem 24. September und dem 12. Oktober 2025 insgesamt 1.005 Eltern-Kind-Paare mit Kindern zwischen zehn und 17 Jahren. Wer die tägliche Bildschirmzeit begrenzen will, findet Anregungen für bildschirmfreie Nachmittage beim Ausmalportal Wimolino.
Wie stark die riskante Nutzung von Online-Videos zugenommen hat
Laut dem Ergebnisbericht erfüllten im Herbst 2025 genau 21,4 Prozent der Zehn- bis Siebzehnjährigen die Kriterien einer riskanten Nutzung von Online-Videos. Gegenüber der Vorjahreswelle ist das ein Anstieg um knapp 60 Prozent, den die Studienautoren als statistisch signifikant ausweisen. Der Anteil mit pathologischer, also krankhafter Nutzung stieg von 2,6 auf 4,0 Prozent; diesen zweiten Anstieg weist der Bericht ausdrücklich als nicht signifikant aus.
Getrennt gemessen wurden Videoplattformen, soziale Netzwerke und digitale Spiele:
21,4 Prozent riskante Nutzung von Online-Videos im Herbst 2025, ein Plus von knapp 60 Prozent gegenüber der Welle von 2024.
4,0 Prozent pathologische Nutzung von Online-Videos, der höchste Wert seit dem Start der Erhebungsreihe im Jahr 2019.
21,5 Prozent riskante Nutzung sozialer Medien, nahezu unverändert gegenüber der Vorjahreswelle mit 21,1 Prozent.
6,6 Prozent riskantes Computerspielverhalten nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation.
7,2 Prozent der Befragten zeigen problematische Muster bei allen drei Gattungen zugleich.
Soziale Netzwerke binden weiterhin die längste Zeit am Tag
Nach Angaben der beteiligten Krankenkasse verbrachten regelmäßige Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien im Herbst 2025 werktags 146 Minuten und am Wochenende 201 Minuten in den Netzwerken. Bei Online-Videos lagen die Werte bei 108 Minuten werktags und 151 Minuten am Wochenende. Addieren lassen sich beide Zahlenpaare nicht, weil dieselbe Plattform je nach Nutzung in beide Kategorien fällt.
Eltern setzen mit steigendem Alter deutlich seltener Zeitregeln
Der Erhebung zufolge geben 75,5 Prozent der Eltern von Zehn- bis Dreizehnjährigen an, oft oder sehr oft Regeln zur Nutzungsdauer zu setzen. Bei den Vierzehn- bis Siebzehnjährigen sind es noch 39,6 Prozent. Eine ruhige Beschäftigung am Tisch schließt diese Lücke nicht, hilft Kindern aber beim Einüben längerer Aufmerksamkeitsspannen; welche Rolle Motivwahl und Stiftführung dabei spielen, beschreiben Übungen zur Konzentrationsförderung bei Grundschulkindern.
?Diese Zahlen sind kein Argument gegen Videoplattformen, sondern eines für einen geplanten Nachmittag. Eltern, die eine Alternative bereitliegen haben, führen die Diskussion über Nutzungszeiten mit deutlich besseren Karten?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Warum weniger Bildschirmzeit allein die Konzentration nicht verbessert
Analoge Beschäftigungen sind in der Mediensuchtstudie nicht untersucht worden. Der Ergebnisbericht beschreibt allein, wie sich Nutzungsdauer und Nutzungsmuster über acht Wellen verschoben haben, und überlässt die Schlüsse den Familien. Zum Schuljahresbeginn im August 2026 bleibt damit eine praktische Frage offen: womit der Nachmittag gefüllt wird, sobald die Zeit am Gerät begrenzt ist.
Wie stark die riskante Nutzung von Online-Videos zugenommen hat
Laut dem Ergebnisbericht erfüllten im Herbst 2025 genau 21,4 Prozent der Zehn- bis Siebzehnjährigen die Kriterien einer riskanten Nutzung von Online-Videos. Gegenüber der Vorjahreswelle ist das ein Anstieg um knapp 60 Prozent, den die Studienautoren als statistisch signifikant ausweisen. Der Anteil mit pathologischer, also krankhafter Nutzung stieg von 2,6 auf 4,0 Prozent; diesen zweiten Anstieg weist der Bericht ausdrücklich als nicht signifikant aus.
Getrennt gemessen wurden Videoplattformen, soziale Netzwerke und digitale Spiele:
21,4 Prozent riskante Nutzung von Online-Videos im Herbst 2025, ein Plus von knapp 60 Prozent gegenüber der Welle von 2024.
4,0 Prozent pathologische Nutzung von Online-Videos, der höchste Wert seit dem Start der Erhebungsreihe im Jahr 2019.
21,5 Prozent riskante Nutzung sozialer Medien, nahezu unverändert gegenüber der Vorjahreswelle mit 21,1 Prozent.
6,6 Prozent riskantes Computerspielverhalten nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation.
7,2 Prozent der Befragten zeigen problematische Muster bei allen drei Gattungen zugleich.
Soziale Netzwerke binden weiterhin die längste Zeit am Tag
Nach Angaben der beteiligten Krankenkasse verbrachten regelmäßige Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien im Herbst 2025 werktags 146 Minuten und am Wochenende 201 Minuten in den Netzwerken. Bei Online-Videos lagen die Werte bei 108 Minuten werktags und 151 Minuten am Wochenende. Addieren lassen sich beide Zahlenpaare nicht, weil dieselbe Plattform je nach Nutzung in beide Kategorien fällt.
Eltern setzen mit steigendem Alter deutlich seltener Zeitregeln
Der Erhebung zufolge geben 75,5 Prozent der Eltern von Zehn- bis Dreizehnjährigen an, oft oder sehr oft Regeln zur Nutzungsdauer zu setzen. Bei den Vierzehn- bis Siebzehnjährigen sind es noch 39,6 Prozent. Eine ruhige Beschäftigung am Tisch schließt diese Lücke nicht, hilft Kindern aber beim Einüben längerer Aufmerksamkeitsspannen; welche Rolle Motivwahl und Stiftführung dabei spielen, beschreiben Übungen zur Konzentrationsförderung bei Grundschulkindern.
?Diese Zahlen sind kein Argument gegen Videoplattformen, sondern eines für einen geplanten Nachmittag. Eltern, die eine Alternative bereitliegen haben, führen die Diskussion über Nutzungszeiten mit deutlich besseren Karten?, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Warum weniger Bildschirmzeit allein die Konzentration nicht verbessert
Analoge Beschäftigungen sind in der Mediensuchtstudie nicht untersucht worden. Der Ergebnisbericht beschreibt allein, wie sich Nutzungsdauer und Nutzungsmuster über acht Wellen verschoben haben, und überlässt die Schlüsse den Familien. Zum Schuljahresbeginn im August 2026 bleibt damit eine praktische Frage offen: womit der Nachmittag gefüllt wird, sobald die Zeit am Gerät begrenzt ist.
Über "Provimedia GmbH":
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