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Wie moderne Kommissionierregale, Durchlaufregale und das FIFO-Prinzip dabei helfen, Suchzeiten zu reduzieren, Materialflüsse zu verbessern und ergonomische Arbeitsabläufe in Produktion und Logistik zu schaffen.

Kommissionierregale für effiziente Materialbereitstellung: Lean, Ergonomie und Materialfluss im Fokus

Pfullingen, 01.09.2026 (PresseBox) -  

Die Materialbereitstellung als wichtiger Faktor effizienter Prozesse

Ein modernes Kommissionierregal ist weit mehr als eine Lagerlösung. Richtig geplant, verbindet es kurze Zugriffswege, klare Materialbereitstellung, ergonomisches Arbeiten und einen kontrollierten Materialfluss ? und wird damit zu einem wichtigen Baustein effizienter Logistik- und Produktionsprozesse.

In Produktion, Lager und Versand entscheidet die Qualität der Kommissionierung maßgeblich darüber, wie schnell und zuverlässig Aufträge bearbeitet werden können. Mitarbeitende müssen Materialien finden, entnehmen, prüfen und für den nächsten Prozess bereitstellen. Jeder unnötige Weg, jede Suchzeit und jede unübersichtliche Lagerung kostet Zeit und erhöht gleichzeitig das Risiko von Fehlern. Kommissionierregale schaffen hier eine strukturierte Grundlage: Materialien werden dort bereitgestellt, wo sie benötigt werden, und so angeordnet, dass der Zugriff möglichst einfach und direkt erfolgt.

Was ein Kommissionierregal leisten muss

Die Aufgabe eines Kommissionierregals besteht zunächst darin, unterschiedliche Artikel übersichtlich und schnell zugänglich zu lagern. In der Praxis gehen die Anforderungen jedoch deutlich weiter. Ein gutes Regalsystem muss zur Menge und Größe der Teile passen, die vorhandene Fläche sinnvoll nutzen und sich an die Arbeitsabläufe vor Ort anpassen lassen.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die Tragfähigkeit eines Regals. Ebenso wichtig sind Fachhöhe, Greifraum, Behältergröße, Zugriffsrichtung und die Position der einzelnen Artikel. Häufig benötigte Teile sollten beispielsweise so angeordnet sein, dass sie ohne unnötiges Bücken, Strecken oder Umgreifen erreichbar sind. Dadurch kann das Kommissionierregal gleichzeitig die Produktivität und die Ergonomie am Arbeitsplatz unterstützen.

Statisches Fachbodenregal oder dynamisches Durchlaufregal?

Für die Auswahl eines geeigneten Kommissionierregals ist der Materialfluss ein zentraler Punkt. Bei einem klassischen Fachbodenregal stehen die Artikel statisch auf einer Ebene. Das kann für viele Anwendungen vollkommen ausreichend sein. Bei häufigem Zugriff und hoher Umschlagshäufigkeit kann ein dynamisches System jedoch deutliche Vorteile bieten.

Durchlaufregale arbeiten beispielsweise nach dem FIFO-Prinzip ? First In, First Out. Die Behälter werden auf Rollenbahnen oder Röllchenleisten bereitgestellt. Durch die leichte Neigung bewegen sie sich nach der Entnahme automatisch in Richtung der Bedienseite. Neue Behälter können von der Rückseite nachgeschoben werden. Dadurch bleibt das Material an der Entnahmeseite verfügbar und der Bestand wird übersichtlich geführt.

Das FIFO-Prinzip ist insbesondere dort sinnvoll, wo Reihenfolgen eingehalten werden müssen oder Materialien regelmäßig ausgetauscht werden. Gleichzeitig reduziert die dynamische Bereitstellung die Such- und Nachfüllzeiten. Mitarbeitende erkennen schneller, welches Material verfügbar ist und können sich stärker auf die eigentliche Kommissionierung konzentrieren.

Lean Management beginnt bei der Materialbereitstellung

Ein Kommissionierregal ist kein isoliertes Betriebsmittel. Es kann Teil eines ganzheitlichen Lean-Management-Konzepts sein. Ziel von Lean Management ist es, Abläufe möglichst wertschöpfend zu gestalten und Verschwendung zu reduzieren. Bei der Kommissionierung betrifft das unter anderem unnötige Wege, Wartezeiten, Überbestände, Suchzeiten und Fehler.

Die Gestaltung der Materialbereitstellung hat deshalb direkten Einfluss auf den Prozess. Wenn Teile eindeutig zugeordnet, gut sichtbar und in der richtigen Reihenfolge bereitgestellt werden, entsteht ein übersichtlicher Materialfluss. Das erleichtert standardisierte Abläufe und macht Abweichungen schneller erkennbar.

Ein weiterer Vorteil entsteht durch die Kombination des Kommissionierregals mit anderen Lean-Lösungen. Behälter können beispielsweise über Rollenbahnen weitergeführt, an Montagearbeitsplätzen bereitgestellt oder mit Transportwagen verbunden werden. So wird aus einem einzelnen Regalelement ein Bestandteil einer durchgängigen Materialversorgung.

Ergonomie als Produktivitätsfaktor

Kommissionieren ist häufig eine wiederkehrende Tätigkeit. Deshalb spielt die ergonomische Gestaltung eine wichtige Rolle. Ungünstige Greifhöhen oder weit entfernte Lagerplätze können die körperliche Belastung erhöhen und die Arbeitsgeschwindigkeit beeinträchtigen.

Ein ergonomisch geplantes Kommissionierregal berücksichtigt deshalb die Körpergröße der Mitarbeitenden, die Häufigkeit der Zugriffe und das Gewicht der zu entnehmenden Teile. Leichte und häufig benötigte Artikel können beispielsweise im optimalen Greifbereich angeordnet werden. Schwere Behälter sollten so positioniert werden, dass unnötiges Heben vermieden wird.

Modularität schafft langfristige Flexibilität

Produktionsprozesse verändern sich. Neue Produkte kommen hinzu, Stückzahlen ändern sich oder ein Arbeitsplatz wird umgebaut. Ein fest dimensioniertes Regalsystem kann dann schnell an seine Grenzen kommen. Modulare Kommissionierregale bieten hier einen wesentlichen Vorteil.

Bei einem Baukastensystem lassen sich Ebenen, Abmessungen und Zubehör an die jeweilige Anwendung anpassen. Zusätzliche Rollenbahnen, Röllchenleisten, Stellfüße, Räder oder weitere Komponenten können je nach System integriert werden. Dadurch kann die Lösung mit dem Prozess wachsen.

BeeWaTec setzt bei seinen Regallösungen auf diesen modularen Gedanken. Das Rohrstecksystem ermöglicht den Aufbau individueller Konstruktionen und kann mit unterschiedlichen Anbauteilen kombiniert werden. Dadurch lassen sich nicht nur klassische Regale, sondern auch Durchlaufregale, Materialbereitstellungen und weitere Lösungen für den innerbetrieblichen Materialfluss realisieren.

Von der Einzelstation zum durchgängigen Materialfluss

Die größte Wirkung erzielt ein Kommissionierregal, wenn es in den gesamten Prozess eingebunden wird. Statt Materialien nur zu lagern, sollte die Bereitstellung möglichst nah an der tatsächlichen Verwendung betrachtet werden. Wo kommt das Material her? Wie wird es nachgefüllt? Wie wird es entnommen? Und wohin geht es anschließend?

Aus diesen Fragen lässt sich ein Materialfluss entwickeln, der unnötige Bewegungen vermeidet. In einer Produktion kann beispielsweise ein Durchlaufregal direkt an einer Montagelinie stehen. Nachschub wird von einer Seite zugeführt, während die Mitarbeitenden das Material von der anderen Seite entnehmen. Bei entsprechender Planung lassen sich Nachschub und Verbrauch räumlich voneinander trennen.

Auch die Kombination mit Kommissionierwagen oder mobilen Lösungen kann sinnvoll sein. So können vorbereitete Materialien direkt zum nächsten Prozess transportiert werden. Entscheidend bleibt dabei die Prozesslogik: Technik sollte den Materialfluss unterstützen und nicht lediglich zusätzliche Komplexität erzeugen.

Digitale Planung unterstützt die individuelle Auslegung

Je individueller eine Lösung wird, desto wichtiger ist eine präzise Planung. Abmessungen, Fachhöhen, Rollenbahnen, Belastungen und Zugriffswege sollten bereits vor dem Aufbau berücksichtigt werden. Digitale Planungstools helfen dabei, verschiedene Varianten zu entwickeln und die Konstruktion auf die tatsächlichen Anforderungen abzustimmen. BeeWaTec bietet hierfür mit BEEVisio eine 3D-Planungssoftware an.

Worauf Unternehmen bei der Auswahl achten sollten

Wer ein Kommissionierregal kaufen oder eine bestehende Lösung optimieren möchte, sollte zunächst den Prozess betrachten und erst danach das konkrete Regalsystem auswählen. Wichtige Fragen sind:

- Welche Artikel werden kommissioniert und wie groß beziehungsweise schwer sind sie?

- Wie häufig wird auf die einzelnen Artikel zugegriffen?

- Welche Fachlast wird benötigt?

- Ist eine statische oder dynamische Bereitstellung sinnvoll?

- Soll nach dem FIFO-Prinzip gearbeitet werden?

- Welche Greifhöhen sind für die Mitarbeitenden ergonomisch sinnvoll?

- Wie viel Fläche steht zur Verfügung?

- Muss das System später erweitert oder umgebaut werden?

- Wie wird der Nachschub organisiert?

- Lässt sich das Regalsystem in bestehende Lean- und Materialflussprozesse integrieren?

Gerade die Kombination dieser Faktoren entscheidet darüber, ob ein Regalsystem langfristig einen messbaren Nutzen bringt. Ein günstiges Regal, das nicht zum Prozess passt, kann durch zusätzliche Wege und Arbeitszeiten schnell teurer werden als eine von Anfang an passend geplante Lösung.

Fazit: Kommissionierregale als Teil eines effizienten Gesamtsystems

Ein Kommissionierregal kann weit mehr als Artikel aufzubewahren. Als Bestandteil eines durchdachten Materialflusses unterstützt es kurze Wege, schnelle Zugriffe, ergonomische Arbeitsabläufe und eine klare Struktur. Dynamische Systeme wie Durchlaufregale und das FIFO-Prinzip können zusätzlich dazu beitragen, hohe Umschlagshäufigkeiten effizient zu bewältigen.

Für Unternehmen kommt es deshalb darauf an, das Regalsystem nicht isoliert zu betrachten. Entscheidend ist die Verbindung von Lagerung, Kommissionierung, Nachschub, Ergonomie und Materialfluss. Modulare Systeme schaffen dabei die notwendige Flexibilität, um Lösungen an unterschiedliche Anforderungen anzupassen und später weiterzuentwickeln.

BeeWaTec verbindet dafür Rohrstecksysteme, Regallösungen, Durchlaufregale, Transportlösungen und digitale Planung zu modularen Konzepten für Lean Production und innerbetrieblichen Materialfluss. So kann aus einer einzelnen Bereitstellungslösung ein durchgängiger Prozess werden ? mit dem Ziel, Verschwendung zu reduzieren und die Kommissionierung schneller, übersichtlicher und zuverlässiger zu gestalten.

Über "BeeWaTec AG":
Die BeeWaTec Gruppe, mit Stammsitz im schwäbischen Pfullingen, ist mit einem flexiblen und innovativen Produktportfolio rund um Lean Manufacturing und Industrie 4.0 international vernetzt und verfügt über Tochtergesellschaften und Niederlassungen in Ungarn, Rumänien, Tschechien, Polen, Österreich und in der Schweiz. Mit seinem innovativen Baukastensystem für die schlanke Fertigung ist BeeWaTec einer der führenden Anbieter im deutschen Markt und konnte seine internationale Marktposition bei Lean- und Materialflusskomponenten kontinuierlich ausbauen. Hier bietet BeeWaTec zum Beispiel Produktions-Arbeitsplätze, Werkstatt-, Labor- und Lager-Ausrüstungen, Kommissioniersysteme, Intralogistik und fahrerlose Transportmittel.

Weitere Informationen unter www.beewatec.de

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