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75 Jahre Gemeinschaftsforschung zum Wohle der grafischen Industrie

75 Jahre Fogra

Aschheim b. München, 21.10.2026 (PresseBox) - Vor 75 Jahren wurde die Fogra als ?Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Forschung im graphischen Gewerbe? auf der ersten Drupa von Personen und Unternehmen aus der Industrie gegründet. Das Forschungsinstitut kann auf eine stolze Geschichte an Innovation, Wissenstransfer und Zusammenarbeit mit allen Branchenmitgliedern zurückschauen. Zur Feier dieses Meilensteins fanden sich Mitte Oktober rund 50 Gäste im ersten Institutsgebäude der Fogra ein.

Am 9. Mai 1951 wurde die Fogra auf der ersten Drupa in Düsseldorf gegründet. 25 Firmen und Einzelpersonen initiierten die Entstehung des gemeinnützigen Vereins zum Wohle der Druckindustrie. Gemeinschaftsgedanke war damals ? wie heute ? tragendes Element. Die erste Mitgliederversammlung fand am 17. Oktober des gleichen Jahres in Wiesbaden statt und bereits hier wurden die ersten Forschungsthemen vorgetragen: Dazu gehörten neben Maskenverfahren und elastischen Druckformen auch die ?Druckbestäubung? und ihre gesundheitlichen Auswirkungen. Was heute als Health, Safety & Environment bekannt ist, wurde schon vor 75 Jahren durch die Fogra untersucht.

Das Institut fand in München sein Zuhause. Dort wurde der Fogra das ?Bamberger Haus? von der Stadtverwaltung mietfrei zur Verfügung gestellt, an dem Mitte September 1951 die Arbeiten anfingen. Bis 1974 war das historische Gebäude die Wirkstätte des Forschungsinstituts für das grafische Gewerbe. Erst 43 Jahre später erfolgte der nächste Umzug vom Münchner Osten nach Aschheim, wo ein eigenes Institutsgebäude gebaut wurde. In seinen 75 Jahren und drei Gebäuden waren vier Institutsleiter und vier Vorstandsvorsitzende für die Geschicke der Fogra zuständig. 1.236 Forschungsprojekte wurden in dieser Zeit bearbeitet, 40.472 Gutachten erstellt, 654 Schulungen und Symposien mit 31.470 Teilnehmenden ausgerichtet.

Um diese Errungenschaften und die Menschen, die dies ermöglicht haben, zu würdigen, wurde am 15.  Oktober gefeiert. Natürlich war kein Ort passender als das ehrwürdige und mittlerweile als Restaurant und Eventlocation betriebene Bamberger Haus, ganz konkret im Luitpoldsaal. Dieser mit Deckenfresko und Stuckaturen versehene Raum beherbergte damals Instituts- und Geschäftsleitung sowie den Besprechungsraum und die Dokumentationsstelle des Instituts. Um den Gästen einen guten Eindruck von den ehemaligen Räumlichkeiten zu geben, waren neben einer Führung mit Erklärungen auch die Grundrisse der Büros im ersten Obergeschoss eingezeichnet.

Nach einem kleinen filmischen Rückblick auf die letzten 75 Jahre, ergriffen der Vorstandsvorsitzende Stefan Aumüller von Aumüller Druck und der geschäftsführende Institutsleiter Dr. Eduard Neufeld das Wort. Neben dem ausdrücklichen Dank an alle Mitarbeitenden gaben sie auch einen Einblick in Tätigkeit und die Errungenschaften der Fogra. In ihrer Ansprache stellten sie auch zwei Kernkompetenzen der Fogra heraus: Zum einen die Beständigkeit, die ganz klar an den 75 Jahren seit Institutsbestehen ablesbar ist. Zum anderen, die Voraussicht: ?Die Fogra erkennt Wandel, stellt die richtigen Fragen und macht aus Forschung anwendbares Wissen.?

Diese praxisnahe und anwendungsorientierte Forschung sowie der sicherere Hafen, den die Fogra bietet, lobte der Enkel von Fogra-Gründungsmitglied Heinz te Neues, Tobias te Neues von der te Neues Druckereigesellschaft. Auch gab er einen humorvollen und sehr persönlichen Rückblick zum Besten. Sein Vater, Jan te Neues, war von 1978-2003 Vorstandsvorsitzender der Fogra. Tobias te Neues hat hautnah erlebt, welchen Aufwand und welches Engagement dieses Ehrenamt bedeuten: ?Wie oft hörten meine Geschwister und ich am Sonntagnachmittag: ?Ich mache noch zwei bis drei Stunden Fogra?, danach können wir noch etwas unternehmen.?

Dieses Commitment zeigt sich auch in der echten und starken Partnerschaft mit Heidelberg. ?75 Jahre Fogra sind ein beeindruckendes Jubiläum und ein bedeutender Meilenstein für die gesamte grafische Industrie. Die Fogra hat die Entwicklung unserer Branche über Jahrzehnte hinweg begleitet, geprägt und aktiv mitgestaltet?, so Dr. David Schmedding. Zusätzlich betonte der Vorstand Technologie & Vertrieb von Heidelberg die bedeutende Rolle des Instituts, besonders in einer Zeit rasanter technologischer Veränderung, in der es Orientierung und wissenschaftlich fundierte Expertise benötige. Schmedding überreichte Dr. Neufeld stellvertretend für die Fogra-Belegschaft ein graviertes Heidelberg-Zahnrad ?als Zeichen der langjährigen Verbundenheit und der gemeinsamen Geschichte.?

Über "Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V.":
Die Fogra betreibt anwendungsorientierte Forschung auf den Gebieten der Druck- und Medientechnologien und konnte schon oft Standards für Prozesse und Qualitätsprüfungen schaffen. Die internationalen Mitglieder der Fogra sind Unternehmen aus dem gesamten Branchenspektrum, von der Produktion von Print- und elektronischen Medien bis zum Anlagenbau. Die Fogra versteht sich als moderner Dienstleister, der aussagekräftige Prüfungen und Zertifizierungen durchführt, Unternehmen zu Qualitätsfragen berät und in fachlichen Streitfällen schlichtet. Ihr Kapital ist ein großes Fachwissen in Verbindung mit hoher technologischer Kompetenz und genauen Kenntnissen über aktuelle Entwicklungen.

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