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CADFEM Conference zeigt Hunderte Beispiele für den Einsatz von Simulation und KI

KI in der Produktentwicklung: Unternehmen betonen Rolle von Ingenieuren

Darmstadt / München, 26.10.2026 (PresseBox) - Über die großen Sprachmodelle ist KI längst im Alltag angekommen. Derzeit verändert sie fundamental die Art und Weise, wie Produkte entwickelt werden. Vertreter aus der Forschung und der Industrie haben auf der CADFEM World Conference in Darmstadt unterstrichen, dass auf KI im Digital Engineering nicht mehr verzichtet werden kann, die Verantwortung aber immer beim Menschen bleiben müsse.

"Durch KI werden sich die Aufgaben von vielen Simulations-Ingenieuren erheblich verändern, weg von der reinen Software-Bedienung und hin zur Kontrolle spezialisierter KI-Agenten", betonte unter anderem Christoph Müller, Geschäftsführer der CADFEM International GmbH. In seiner Keynote "Simulation Beyond Classical Engineering" zeigte er auf, wie KI im Bereich der Simulation bereits genutzt werde: Dies sei noch nicht so wie bei den bekannten großen Sprachmodellen, die auf jede Fragestellung eine Antwort haben. Vielmehr ginge es um individuelle agentische Workflows, die sogar Teil der Unternehmensprozesse werden: Von der E-Mail-Anfrage, über Konstruktion, Simulation und Optimierung von digitalen Produktmodellen bis hin zur Angebotserstellung, unter Berücksichtigung diverser Firmenrichtlinien und Einhaltung von Compliance-Themen wie CO2-Fußabdruck oder REACH-Verordnungen.

Dabei verändere sich die Rolle von Ingenieuren: Ihre Verantwortung bleibe hoch, ihr Fokus verlagere sich jedoch beispielsweise auf die Überprüfung und Validierung von Ergebnissen, deren Plausibilität und Zuverlässigkeit essenziell sind, was aber eine KI nicht garantieren könne.

Über 120 Beiträge unter anderem von Synopsys, ePlane Company und Bosch

Weitere Keynotes unter anderem von Sassine Ghazi, President und CEO von Synopsys Inc., Satya Chakravarthy, dem Gründer der ePlane Company aus Indien oder Simon Wolfangel, Section Manager Digitalization bei Bosch sowie und rund 120 Vorträge und Workshops auf der Conference gaben ebenfalls Einblick, wie Digital Engineering unter Vorzeichen von KI gestaltet werden kann. Neben einem guten Dutzend Aussteller von Hochschulen und aus der Industrie zeigten sie, wie die Entwicklung von Produkten und Anwendungen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen durch die Kooperation Ingenieur-Wissen und künstlicher Intelligenz optimiert und beschleunigt wird. Dazu zählten Beispiele aus Motorsport, Elektronik, Luft- und Raumfahrt, Getränkeindustrie und Medizintechnik wie auch Drohnen- und Verteidigungstechnologien.

Vorteile durch Kooperation mehrerer Unternehmen in der Entwicklung

Es sei zudem wichtig, die digitale, elektronische und physikalische Entwicklung stärker zu verknüpfen, um aus smarten Produkten intelligente Produkte zu machen. Außerdem müssten Unternehmen untereinander und mit der Forschung noch enger zusammenarbeiten.

Profitiert hatte davon zum Beispiel die Krones AG im bayerischen Neutraubling. In Kooperation mit Unternehmen wie Microsoft, NVIDIA und CADFEM wurde ein physikalisch exakter digitaler Zwilling geschaffen, der KI-Agenten in wenigen Minuten verschiedene Szenarien und Einstellungen in einem virtuellen Modell prüfen lässt und damit Arbeitsabläufe automatisch optimiert. Thomas Albrecht, Head of Analytics and Simulations, betonte auf der Conference die Bedeutung dieser Kooperation: "Die Integration von KI-basierter Fluid-Simulation in den digitalen Zwilling der Abfüllmaschine hat völlig neue Möglichkeiten der Prognose, Optimierung und Visualisierung eröffnet."

Neben der Kooperation und der Verknüpfung von Digitalem Zwilling und KI sahen Referenten und Aussteller zusätzliches Potenzial in einem horizontalen Co-Design. Wenn elektronische und physikalische Produktentwicklung etwa im Fahrzeugbau, Optik oder im Maschinenbau gleichzeitig stattfinden, ließen sich Entwicklungsprozesse und die Zeit bis zur Marktreife noch einmal deutlich verkürzen.

Die CADFEM World Conference ist eines der größten Treffen von Entwicklungs-Ingenieuren aus Forschung und Wirtschaft im Bereich Simulation und Digital Engineering.

Über "CADFEM Germany GmbH":
CADFEM wurde 1985 in Deutschland gegründet und ist heute mit über 750 Beschäftigten an weltweit 35 Standorten einer der größten Anbieter von Simulationstechnologie und Digital Engineering. Als Ansys Elite Channel Partner setzt CADFEM auf die führende Technologie von Ansys, part of Synopsys Inc., und bietet über die Software hinaus Beratung, Simulations-Berechnungen, Automatisierungen und IT-Lösungen bis hin zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Produkt- und Prozessoptimierung. Mit Schulungen zu über 130 verschiedenen Themen ist CADFEM zudem einer der weltweit größten Weiterbildungsanbieter in der Technologie-Branche. Die einzelnen Ländergesellschaften betreuen in Europa, Indien und Südostasien mehr als 5.000 Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Zur CADFEM Group gehören außerdem Partner unter anderem in den Bereichen Autonomes Fahren, Virtuelle Städte, Personalisierte Medizin und Smart Factories.

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